Dieser Wandervorschlag enthält diverse Abwandlungsmöglichkeiten; vor Beginn der Wanderung sollten Sie sich deshalb eingehend anhand einer Karte orientieren.
Die Wanderung kann bereits in St. Martin (949 m) beginnen. Ratsam erscheint aber, den unteren Teil der Wegstrecke mit dem Fahrzeug zurückzulegen, da Fahrstrecke und Wanderweg insoweit identisch sind und es irgendwie frustriert, nach einer Stunde Wanderung auf ausgeruhte Fahrzeuglenker zu stoßen, die für Ihre Schweißperlen nur ein mitleidsvolles Lächeln aufbringen.
Von Abtenau kommend können Sie bei genügender Aufmerksamkeit kurz vor St. Martin den nach rechts weisenden Wegweiser zur Buttermilchalm (s. auch "St. Martin: Langeckalm") nicht übersehen. Falls Sie unterwegs den Entschluss, eine Wanderung zu unternehmen, aufgegeben haben, sollten Sie dem Fahrweg bis zur Buttermilchalm folgen und schon dort bei einer zünftigen Jause auf ca. 1.100 Meter Höhe den herrlichen Ausblick auf den Gosaukamm genießen (gerade zur Winterzeit ist dieser Ausflug zu empfehlen).
Der aufrechte Wandersmann biegt jedoch auf etwa halber Wegstrecke nach rechts der Ausschilderung u.a. "Karalm" folgend (die geradeaus zeigende Ausschilderung weist allein das Ziel Buttermilchalm auf) ab und verbleibt auf dem asphaltierten Fahrweg, der dann in Höhe des Oberharreitbauern - ohne Straßenbelag - weiterführt. Nach ca. weiteren 500 m endet der Fahrweg in einem mit einer Schranke versehenen Forstweg (Ausschilderung "Karalmstraße)"; spätestens an dieser Stelle sollten Sie ihr Fahrzeug abstellen und nun zu Fuß der Karalmstraße folgen (Weg-Nummer 400). Wenn Sie nach einem Stück Wanderung aus dem Wald heraustreten, teilt sich der Weg: geradeaus führt er zur Schöberlalm (1.330 m, Jausenstation) und nach links biegt er ab zur Karalm. Die zumindest im Sommer bewirtete Karalm (1.438 m) erreichen Sie nach einer kurzen Wanderung; schon hier bietet sich bereits eine schöne Aussicht, halbrechts auf das Tennengebirgsmassiv und nach hinten im Osten auf den Gosaukamm und das Dachsteingebirge.
Von der Karalm führt Sie noch ein Stück eines Wirtschaftsweges; dann müssen Sie aber kurz vor der ersten Kehre des Weges diesen nach rechts verlassen und einem Steig mit der Nummer 400 folgend bis zur Koreinalm aufsteigen. (Alternativ können Sie der entsprechenden Ausschilderung folgen und zur Ostermaißalm und dann zur Buttermilchalm wandern). Bei Ihrem Aufstieg zur Koreinalm durchwandern Sie zunächst in mäßiger Steigung einen Lärchenwald; später jedoch wird der Steig recht steil. Die Koreinalm ist in der Regel nicht bewirtschaftet, so dass sich spätestens zu diesem Zeitpunkt Ihre weise Voraussicht, den Rucksack Ihres Mitwanderes mit Proviant zu beladen, auszahlt.
Spätestens während der Rast müssen Sie sich nun für den weiteren Weg entscheiden:
Sie wandern weiter bis zur - nicht bewirtschafteten - Frommer Hochalm (1.712 m) und dann auf den Frommer Kogel (1.882 m), von dem der Weg nur zurück zur Frommer Hochalm führt.Geologisch gehört dieses Gebiet übrigens zur sogenannten "Werfner St. Martiner Schuppenzone", eine ganz eigene, dem Tennengebirge vorgelagerte Gesteinsart. Diese ist auch Ursache dafür, dass Sie hier beide Arten der Alpenrose finden können, die im Tennengebirge und im Gosaukamm beheimatete kalkliebende "Bewimperte Alpenrose" und die in der "Grauwackenzone" und im Tauernkamm beheimatete "Rostblättrige Alpenrose". Wie die Namen bereits ausdrücken, sind die beiden Arten auch außerhalb der Blütezeit an ihren Blättern zu erkennen. Diese Besonderheit, dass beide Alpenrosenarten in einem Gebiet vorkommen, ist selten und auf den geologischen Aufbau dieser Gegend zurückzuführen.
Den Abstieg sollten Sie übrigens auf demselben Weg wie hin unternehmen.
Unser Tipp: Sie wandern von der Koreinalm der Ausschilderung folgend zur Ostermaißalm (Weg 400, wechselnd rot-weiße bzw. blau-weiße Markierung). Dabei kommen Sie unterwegs auch zur mit einem Gipfelkreuz versehenen Ostermaißspitze, an der sich das Auffinden der richtigen Wegfortsetzung - trotz der ansonsten sehr guten Ausschilderung - als schwierig erweist. Bevor Sie den Mut verlieren, sollten Sie am Ende der linker Hand befindlichen Absperrung einfach geradeaus - steil - bergab absteigen; Sie stoßen nach ca. 500 m auf einen wieder zur Karalm führenden Versorgungsweg.
Buttermilchalm, Lammertal 160, 5522 St. Martin am Tennengebirge
Tel.: 06463-7279
Buttermilchalm (www.buttermilchalm.at/)
Schöberlalm
Bewirtschaftet: Anfang Juni bis Ende September
Reinfried Lindmoser, Tel.: 0664-4931051
Karalm
Bewirtschaftet: Mai bis Anfang Oktober
Cyriak Steiner, Tel.: 0664-1359081
Ostermaisalm
Friedrich Gstatter, Tel.: 06463-7483