Wenn ein Ort die Silbe "Hal" im Namen führt, hat er - unabhängig von dem Streit der Namensforscher - irgendwie mit Salz zu tun; "Hal" bedeutet auf keltisch Salz, "Hallan" auf germanisch Salzkruste, andere meinen wiederum die Bedeutung des Wortes sei „Saline“. Wie dem auch sei - Hallein (445 m) ist durch den Salzbergbau groß geworden. Auf dem Dürrnberg, wo schon vor 3.000 Jahren Salz abgebaut wurde, entstand eine der bedeutendsten keltischen Siedlungen. Im 13. Jahrhundert war Hallein, seit 1230 Stadt, der größte Salzlieferant Mitteleuropas.

Da die Salzach seinerzeit ab hier schiffbar war, ging der Salzexport flussabwärts über Inn und Donau bis in den Orient. Die Einkünfte aus der Saline trugen wesentlich zu der Finanzierung der Pracht und des Pomps der Salzburger Erzbischöfe bei. Die Stadt war aber auch Getreideumschlagplatz und dadurch eines der wichtigsten Handelszentren des geistlichen Fürstentums. Das bezeugen die gut erhaltenen bzw. aufwendig renovierten Bürger- und mächtigen Handelshäuser.
Die mittelalterlichen, engen und romantischen Gassen der Altstadt lassen zunächst nicht vermuten, dass Hallein, der Hauptort des Tennengaus, auch heute noch eines der wichtigsten Industriezentren Österreichs ist. Indes - schon von weitem sieht man die z.B. die Halleiner Papierwerke.
Lohnend ist eine geführte Stadtwanderung, die Sie zu verstecktesten Plätzen führt und zahllose Motive für Auge und Kamera bietet.
Ohne Führung sollten Sie durch den Fußgängerbereich, an vielen zum Einkauf einladenden Geschäften vorbei, hinauf zum Rathaus und weiter zur Dekanatskirche gehen, auf deren Orgel der Komponist Franz Xaver Gruber sein Weihnachtslied "Stille Nacht, heilige Nacht" spielte. Sein Wohnhaus mit dem gleichnamigen Museum steht gleich neben der Kirche.
Von Abtenau gelangen Sie nach Hallein auf folgendem Weg: Sie fahren bei Golling auf die Autobahn in Richtung Salzburg und verlassen die Autobahn an der Abfahrt Hallein (möglich ist auch eine geruhsame Fahrt auf der Landstraße mitten durch Golling über Kuchl). Die Hauptstraße führt Sie auf die die Salzach überspannende Stadtbrücke, auf deren Mitte Sie nach rechts auf die Pernerinsel abbiegen müssen. Unmittelbar hinter der "Alten Saline" finden Sie - hoffentlich noch - zahlreiche gebührenfreie Parkplätze.
Von dort gelangen Sie in wenigen Minuten über eine Fußgängerbrücke - links liegt nun das Keltenmuseum - in die Altstadt.
Sollten die Parkplätze (z.B. wegen einer der häufigen Ausstellungen in der "Alten Saline") belegt sein, fahren Sie weiter, überqueren wieder die Salzach und biegen Sie unmittelbar danach rechts auf den am Flussufer gelegenen Parkplatz.
- Keltenmuseum
- Guglhof
Tourismusverband Hallein (www.hallein.com/)
HalleinNet (www.hallein.net/)