Abtenau - Urlaubstipps

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Hallstatt

 

HallstattVon Abtenau führt die Bundesstraße 162, dann 166, über Pass Gschütt, Gosau (hier auf der Hauptstraße links abbiegend) bis Gosaumühle, also bis Sie den Hallstätter See erreichen. Hier fahren Sie rechts ab nach Hallstatt (511 m - ca. 950 Einwohner). Wegen der beengten Lage sind dort die Parkmöglichkeiten begrenzt. Versuchen Sie, auf einem der ausgeschilderten Plätze gleich im Tunnel der Umgehungsstraße zu parken und genießen Sie die Bequemlichkeit, mit einem Auto anreisen zu dürfen. Bis weit ins vergangene Jahrhundert war der Ort nämlich nur über den Hallstätter See oder einen Saumpfad zu erreichen.

Einen solchen - nahezu unerreichbar schönen - Weg können wir Ihnen übrigens auf der Seite "Wanderung nach Hallstatt" anbieten.

Hallstatt - BootsschuppenDer kulturhistorische Ort, der an eine Fjordsiedlung erinnert, ist malerisch am steilen Hang des Plassen gelegen. Die Häuser sind eng aneinander gebaut; mitten hindurch rauscht der Wasserfall des Mühlbachs.

Am Seeufer mitten im Ort ist die Schiffsanlegestelle für den Bootsverkehr zur Eisenbahnstation, die sich am gegenüber liegenden Ufer befindet.

Wegen der beengten Lage ist auch der Hallstätter Friedhof viel zu klein. Die Bestatteten werden deshalb alsbald wieder ausgegraben, um neuen Verstorbenen Platz zu machen. Im bei der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt gelegenen Karner, einem Beinhaus, werden ihre Knochen und mehrere hundert Totenschädel, zum Teil hübsch und heiter bemalt bzw. mit Namen und Lebensdaten versehen, aufbewahrt.

Hallstatt verdankt seine Entstehung dem reichen Salzvorkommen; "Hal" bedeutet auf keltisch Salz oder "Hallan" auf germanisch Salzkruste (der genaue Wortursprung ist nicht geklärt). Der Salzbergbau geht jedenfalls auch hier weit in vorgeschichtliche Zeit (ca. 900 v. Chr.) zurück und hatte schon damals erhebliche wirtschaftliche Bedeutung. Spuren davon fand man in einem in der Nähe gelegenen, wohlerhaltenen Gräberfeld aus der Zeit zwischen 800 und 400 v. Chr. Einige ungewöhnlich reiche Grabfunde, darunter eine 2.500 Jahre alte Bergmannsausrüstung, sowie eine schöne volkskundliche Sammlung können Sie im prähistorischen Museum (s. unten) besichtigen.

Regentipp   Regentipp

Hallstatt - Blick von Oben (Rudolfsturm)1284 wurde von Herzog Albrecht I. von Österreich der Rudolfsturm als Verteidigungsanlage errichtet; heute dient der Turm als Gaststätte, so dass Sie nun die herrliche Aussicht gefahrlos genießen können. Auch der Weg hinauf ist recht einfach, Sie können nämlich eine Standseilbahn nutzen. Hier oben finden Sie auch das o.a. Gräberfeld sowie nach ca. 10minütigem Fußweg das älteste Salzbergwerk Europas (Kinder unter 4 Jahren dürfen das Salzbergwerk aus Sicherheitsgründen übrigens nicht besuchen - s. auch Salzbergwerk Bad Dürrnberg bzw. die Info-Hinwiese unten). Dort brach der Salzbergarbeiter früher das Salz noch als Mineral aus dem Stollen. Heute wird es mit Wasser ausgeschwemmt; so transportiert sich die Sole selbständig. 2004 machten hier die Archäologen einen sensationellen Fund; sie legten die älteste erhaltene Holzstiege frei, die mindestens 3.000 Jahre alt ist. Die Stiege, im Bergbaujargon "Fahrt" genannt, besteht aus zwei parallel im Abstand von ca. einem Meter gelegenen Rundhölzern aus Fichten- bzw. Tannenholz.

Hallstatt - Markt1311 erhielt Hallstatt das Marktrecht.

Aus der Fülle der sehenswerten Bauten ist an erster Stelle die katholische (spätgotische, 1505 fertiggestellte) Pfarrkirche Maria Himmelfahrt zu nennen, die auf einem Felsvorsprung liegt. Ihr Turm stammt von einer älteren Kirche von 1230. In der Kirche finden Sie einen prachtvollen gotischen Flügelaltar aus dem Jahr 1515; an ihrer Nordseite befindet sich das schon erwähnte Beinhaus.

Daneben wird sie Silhouette Hallstatts von der neugotischen evangelischen Pfarrkirche geprägt.

Hallstatt - DreifaltigkeitssäuleEin Erinnerungsfoto wert ist die Dreifaltigkeitssäule (1744).

Besuchen Sie auch den "Archäologischen Keller" im Sportgeschäft der Firma Janu. 1987 wurden dort beim Anlegen eines Heizungskellers große Funde gemacht. Der Keller wurde sodann in 8jähriger Arbeit vom Bundesdenkmalamt in Wien ausgegraben und ist heute für jeden frei zu besichtigen. Die Spanne der in dem Keller gebotenen Geschichte reicht von der Neuzeit bis weit in die Urgeschichte. Kugelkopfnadeln aus der Bronzezeit, Scherben großer Gefäße der Kelten und die Mauern der Römischen Befestigungsanlagen geben einen Einblick in die alte Geschichte. Mit den Mauern der Hofburg und riesigen Quadersteinen vom Fluter ist das Mittelalter präsent. Die Zeit der Salinenschmiede wird durch einzelne Einbauten vertreten. Heute finden in dem archäologischen Keller ständig wechselnde Ausstellungen statt. (Anmerkung: Bisher konnte ich noch kein einziges Mal dem Angebot widerstehen, bei der regelmäßigen Besichtigung noch eben "mal" eine versteinerte Schnecke, ein besonderen Halbedelstein o.ä. zu erwerben).

Regentipp   Regentipp

Hallstatt - Im MuseumIm fast daneben liegenden Heimat- und prähistorischem Museum wird die Geschichte des Salzwesens dokumentiert; es werden nicht nur beindruckende Funde aus dem berühmten Gräberfeld (s.o.) ausgestellt, sondern es wird auch die gesamte Entwicklung Hallstatt gekonnt multimedial dargestellt. Einen Museumsbesuch sollten sie unbedingt einplanen.

Eine Seerundfahrt, bei der Sie einen einzigartigen Blick auf Hallstadt bewundern dürfen, ist aber auch nicht zu verachten und vor allem nicht anstrengend.

 

Informationen   Hallstatt

Hallstatt (www.hallstatt.at/)
Hallstatt (www.oberoesterreich.at/hallstatt/)
Hallstatt (www.hallstatt.net/)

Informationen   Salzbergwerk

Salinen Tourismus GmbH, Salzbergstraße 21, 4830 Hallstatt
Tel. 06132200-2400
Öffnungszeiten: Ende April bis Ende Oktober
Eintrittspreise (2007): Erwachsene 15,50 € / Kinder 9,30 € (ggf. zuzüglich 8,50 / 5,10 für die Salzbergbahn)
Salinen Austria - Salzwelten (www.salzwelten.at) 

Informationen   Museum

Seestraße 56, 4830 Hallstatt
Tel. 06134-828015
Öffnungszeiten: im November - März Ruhetag am Montag und Dienstag, sonst täglich
Eintrittspreise (2007): Erwachsene 7,50 €, Kinder 4,00 €
Museum Hallstatt (www.museum-hallstatt.at/)

Informationen   Hallstätter Schifffahrt

Tel.: 06134-8228
Schifffahrt auf dem Hallstätter See (www.hallstatt.net/schiffahrt/)