Der
in Anif gelegenen Salzburger Zoo - von Abtenau kommend an der
Ausfahrt Salzburg-West von der A 10 nach rechts in Richtung Salzburg / Anif
(B 150) abbiegen und im
Ortsanfang von Anif an der ersten Ampelanlage der Ausschilderung
nach links folgen - ist mehr als einen Besuch wert.
Der Zoo hinterlässt ein gutes Gefühl. Hier hat der Besucher schon beim Eintritt sofort den Eindruck, dass es den rund 800 Zoobewohnern wohl ergeht. Manchmal beschleicht einen allerdings das Gefühl, dass der eigentlich Bestaunte man selber ist. Denn völlig unverhohlen setzen sich einige tierische Artgenossen in bestmögliche Positur, um die Zoobesucher zu bestaunen und - so glauben zumindest wir - auch deren Aussehen und Gehabe zu bewerten.
Offenkundig
schon seit langer Zeit liegt das Hauptaugenmerk der Betreiber
darauf, ihrem tierischen Klientel bestmögliche Lebensbedingungen zu
schaffen. Dazu tragen zunächst äußerst weitläufige Gehege, aber dann
auch die hervorragende Lage an einem Berghang bei, die insbesondere
den in Bergen heimischen Tieren eine optimal angepasste Umwelt
bietet. Zäune sucht man weitgehenst vergebens; wenn diese vorhanden
sind, dienen diese eher dem Schutz des Menschen, der zwischen seiner
Hauskatze und einem Puma o.ä. nicht so recht zu unterscheiden weiß.
Ansonsten steht selbst das imposante Nashorn quasi vis a vis dem
Besucher gegenüber.
Bei der Gestaltung der Anlage ist es erfolgreich gelungen, nahezu unverändert die natürlichen Gegebenheiten einzubeziehen. So befindet sich der Besucher z.B. am Rand einer typischen heimischen Waldlichtung und erkennt erst auf den zweiten Blick die dort ihre Kreise ziehenden Raubkatzen. Gleich daneben liegt ein völlig naturbelassenes Teichgebiet, auf dem Enten u.a. im noch aufziehenden Dunst herumdümpeln.
Der Zoo ist weitgehend themenbezogen angelegt; der Besucher gelangt von einem Erdteil zum anderen, lediglich die Entfernungen zwischen den Erdteilen sind etwas geringer als in der "Wirklichkeit".
Dennoch werden zwei Stunden für den Besuch nicht
reichen, zumal eine kleine Affenhorde Sie zielsicher noch in das
Zoorestaurant " Mahlzeit im Zoo" zu dirigieren sucht.
Achten Sie bei Ihrem Besuch auch mal auf das unterschiedliche Verhalten der Zoobewohner; Unterschiede zur menschlichen Rasse werden Sie schwerlich finden. Da rollt sich der Eine (Fischotter) unmittelbar vor Ihren Augen in seiner einsehbaren Höhle zusammen und pennt sofort ein, ohne sich auch nur einen Deut von Ihnen stören zu lassen, obwohl Sie höchstens 50 cm entfernt ist. Der Andere (Geier) ist sensibel und weist Sie mit (selbstgefertigtem?) Schild darauf hin, dass Sie seine Privatsphäre zu achten und gefälligst größtmöglichen Abstand zu wahren haben. Die offenkundig in den Zooservice eingebunden Bären pfeifen auf die ihnen obliegenden Ordnungsaufgaben, lümmeln sich auf einem Baumstamm und lachen auch noch - man muss es im Rahmen eines Qualitätscontrolling sagen - geradezu hämisch, wenn im Streichelzoo weglagerernde Ziegen über Sie herfallen.
Also in diesem Sinn viel Spass!
Zoo Salzburg, Natur- und Artenschutzzentrum
Salzburg, Anifer Landesstr. 1, 5081 Anif
Tel: 0662-820176-0
Zoo Salzburg
(www.salzburg-zoo.at/)
Öffnungszeiten: täglich ab 9.00 Uhr geöffnet
Eintritt (2011): Erwachsene 9,50 € - Kinder 4,00 € - ansonsten
diverse Ermäßigungen
Bei Voranmeldung spezielle Führungen für Tierfreunde und
Geburtstagskinder
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