Abtenau - Urlaubstipps

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Werfen: Hohenwerfen

 

Regentipp   Regentipp


Burg HohenwerfenDie Burg Hohenwerfen liegt hoch über dem Salzachtal auf etwa 2/3 der Strecke von Golling nach Bischofshofen vor Werfen und ist nicht zu übersehen. Wenn Sie in Golling auf die Autobahn fahren, müssen Sie an der Ausfahrt Werfen abfahren, danach nach rechts auf die Bundesstraße 159 abbiegen und an Werfen vorbei wieder in Richtung Golling fahren. Unterhalb der Burg sehen Sie dann schon den für Sie bereit gestellten Parkplatz. Sie können auch gleich, wenn Sie von Abtenau kommen, unmittelbar vor Golling nach links auf die Bundesstraße 159 fahren. Die Schilder nach Bischofshofen, Pass Lueg und Werfenweng sind deutlich zu erkennen. Diese durch das enge Salzachtal führende Fahrstrecke ist schöner als die hochgelegene Autobahn, Sie brauchen auch nur etwas mehr Zeit. Fahren Sie doch hin die eine und zurück die andere Strecke.

Burg HohenwerfenVon dem beschriebenen Parkplatz führt ein beschilderter Fußweg stetig bergan zur Burganlage, die Sie nach ca. 15 Minuten erreichen. Alternativ können Sie auch die erst vor kurzem errichtete Seilzugbahn benutzen, die Sie direkt vom Parkplatz in die alten Gemäuer transportiert.

Die Burg können Sie nur nach Entrichtung eines Wegzolles betreten. In diesem Preis sind sowohl die Führung durch die Burg als auch eine Vogelflugschau enthalten. Sie sollten Ihre Besuchszeit auf die Zeiten der sehenswerten Flugschau abstellen, sonst müssen Sie, bis die nächste Schau beginnt, wohl oder übel ggf. bis zu vier Stunden zweifelhaften Vergnügungen in der Folterkammer nachgehen. Die Zeiten der Schau sind derzeit (2007) 11.00 und 15.00 Uhr täglich. Zumindest von Dezember bis März können Sie im Übrigen kommen, wann Sie wollen; dann ist die Burg geschlossen. Über mögliche Änderungen dieser Zeiten können Sie sich bei der Burgverwaltung telefonisch (s.u.) oder auch beim Tourismusverband unterrichten.

In der Vorburg mit der Lindenwiese stellen die gefiederten Gesellen des Landesfalkenhofs zu den o.a. Zeiten ihre Flugkunst unter Beweis. Dass ihnen dieses gehörigen Spaß bereitet, werden Sie erleben, sobald sich der erste Greifvogel mit einem gewagten Sturzflug auf Ihren Hut stürzt. Mit Falknerei verbindet man nämlich in erster Linie die Jagdausübung mit einem Greifvogel; und wer soll den Kleinen schon nachweisen, dass er Sie nicht mit einer grauen Maus verwechselt hat? Ansonsten werden Ihnen ausführlich alle Spielarten der Greifvogelkunde vermittelt.

gefiederter JagdgenosseSollten Sie wider Erwarten nicht in einen Horst verschleppt werden, können Sie nach ca. einer Stunde in den Burghof aufsteigen - es geht in der Burg wirklich steil bergauf - und sich dort mit einem Imbiss o.a. stärken. Vermeiden sollten Sie eine extensive Alkoholzufuhr; denn bei der anschließenden Führung durch die Anlage wird Ihnen auch das Vergnügen zuteil, den Glockenturm aus dem Jahre 1563 besteigen zu dürfen. Sind Sie allerdings dem Reiz des Alkohols erlegen oder klapprig auf den Beinen, so sollten Sie den Lockrufen der Burgführung widerstehen und die letzte Treppe auf dem Glockenturm allenfalls mit Hilfe der örtlichen Feuerwehr angehen. Die Führung durch die Anlage ist im übrigen sehr informativ und bietet jedem anschauliche Einblicke in das Rittersleben. Natürlich fehlen weder Waffenkammer noch Verließ und Folterkammer. Am stärksten ist jedoch der durch die massive Bauweise entstehende Eindruck von Standfestig- und Wehrhaftigkeit, der weder mit Worten noch mit Bildern vermittelt werden kann.

Burg HohenwerfenDie Fülle der geschichtlichen Daten während der Führung ist etwas erdrückend. Damit Sie sich vorbereiten oder während der Führung gesteigert optischem Genuss hingeben können, geben wir hier zumindest unsere Erinnerungsfragmente wieder:

Im Zuge des Investiturstreits (s. dazu die Seite "Salzburg: Festung Hohensalzburg") veranlasste Erzbischof Gebhard von Salzburg 1077 auch den Erbau der Burg Hohenwerfen. Ca. hundert Jahre später baute Erzbischof Konrad I. die schlichte Burg, die bis dahin wohl nur aus einem Turm und einer Wehrmauer bestand, zu einem Bollwerk aus und beherrschte somit uneingeschränkt die wichtigste Nord-Süd-Verbindung des Landes. Während der Bauernkriege wurde die Burg 1521 dennoch kampflos übergeben, gelangte aber schon vier Jahre später wieder in den Besitz des Landesfürsten. Ein Jahr später - 1526 - wurde die Burg bei einer neuerlichen Belagerung teilweise in Brand gesteckt. Ihre heutige, den damaligen Erkenntnissen des Kriegswesens entsprechende Gestalt hat die Anlage im wesentlichen durch die Erzbischöfe des 16. und 17. Jahrhunderts erhalten, die sie auch als Jagdschloss, Wohnsitz und als Gefängnis - beliebt war die Geiselhaft - zu nutzen wussten. Ab dem 18. Jahrhundert verlor die Burg zunehmend an militärischer Bedeutung; in den napoleonischen Kriegen wurde sie sogar geräumt, um sie vor der Zerstörung zu bewahren. Ihren Verfall verhinderte zunächst Kaiser Franz I durch umfangreiche Renovierungen (1823).


Vorhof der Burg Hohenwerfen1931 fielen Großteile der Burg einem Brand zum Opfer, dem wir im wesentlichen den nun prächtigen Erhaltungszustand verdanken. Erzherzog Eugen von Österreich sorgte nämlich für die Restaurierung der Burganlage; zur Finanzierung musste allerdings ein Großteil des wertvollen Inventars verkauft werden. Während des zweiten Weltkrieges beherbergte die Burg die NSDAP, später dann eine Gendarmerieschule.

Für Vogelflugschau, Führung etc. müssen Sie mindestens drei Stunden ansetzen. Damit Sie keiner Reizüberflutung erliegen, sollten Sie es damit denn auch für diesen Tag bewenden lassen, können aber bei gutem Timing auch noch dem ortnahen Vorschlag Eisriesenwelt (s. die Seite "Werfen - Eisriesenwelt" -Zeitaufwand allerdings mindestens 4 Stunden) näher treten.

Ähnlich sehenswert wie die Burg Hohenwerfen soll auch die Burg Mauterndorf (5570 Mauterndorf) im Lungau sein, die als Kleinod des Salzburger Landes bezeichnet wird. Im Rahmen von Führungen können hier u.a. die mittelalterlichen, erzbischöflichen Gemächer und die Burgkapelle mit ihren Fresken besichtigt werden.
 
 

Informationen   Burg Hohenwerfen

Erlebnisburg Hohenwerfen, 5450 Werfen
Eintritt: Erwachsene 10,00 € und mit Lift 13,00 € / Kinder 5,50 € bzw. 7,00 €
Öffnungszeiten:
April 9.30-16.30 Uhr - Montag Ruhetag,
Mai, Juni, 9.00-17.00 Uhr
Juli, August 9.00-18.00 Uhr
September 9.00-17.00 Uhr
Oktober 9.30-16.30 Uhr
Flugvorführungen jeweils um 11.00 und um 15.00 Uhr
Tel.: 06468-7603
Burgen und Schlösser (www.salzburg-burgen.at/)