Eine Spitzenwanderung mit großer Abwechslung - manche reden von einem Klassiker. Hier sind aber auch einige Höhenunterschiede zu bewältigen.
Wegstrecke: 17 km
Wegzeit: 4,5 Stunden
Versäumen Sie für die Planung der Wanderung nicht, zunächst die Seiten "Annweiler Forsthaus" zu lesen; denn dort beginnt die Wanderung. Studieren Sie am Annweiler Forsthaus als erstes dessen Speisekarte - auf dem letzten Stück des hier beschriebenen Wegs werden Sie nämlich etwas Motivation benötigen.
Vom
Forsthaus gehen Sie auf der Zufahrtsstraße, über die Sie her
gekommen sind, ca. 150 m wieder zurück und biegen dann leicht schräg
rechts auf einen fast parallel zur Straße verlaufenden, aber noch
stärker abwärts führenden Forstweg ab. An dieser Stelle liegt
rechter Hand eine umzäunte Anpflanzung; an einem Pfosten finden Sie
die zunächst für Sie relevante Wegbeschilderung "Blau-gelber
Streifen". Auch die übrige Wegbeschilderung ist ausgezeichnet, auf
spätere "Klippen" werden Sie noch hingewiesen. Im Übrigen gilt:
Etwas Orientierungssinn bzw. Obacht ist regelmäßig erforderlich,
die Wegzeichen sind vorhanden, aber
nicht immer auf den ersten Blick zu entdecken.
Also vorsorglich noch einmal: Auf der Zufahrtsstraße laufen Sie maximal 150 m; dann geht es auf einem Forstweg, später teilweise auf einem Steig ("Blau-gelber Streifen") annähernd parallel zur Fahrstraße und zu einem Wasserlauf über ca. 2 km stetig bergab (von 470 m auf 223 m Höhe). Sie stoßen dann wieder auf die Fahrstraße; links sehen Sie die Ausschilderung zum "Annweiler Forsthaus", die Ihnen auf der Hinfahrt den Weg bergauf gewiesen hat).

Hier
müssen Sie um ca. 300° nach rechts abbiegen und nunmehr auf einem
Forstweg den Wegmarkierungen "Rot-weißer und
Blau-weißer Streifen" folgen. Kurz danach überqueren Sie den Sie
bisher auf der rechten Seite begleitenden o.a. Wasserlauf.
Unmittelbar danach, nach ca. 10 m, müssen Sie nach rechts und sodann
gleich links, nun bergauf auf einem Fußsteig stetig aufsteigen und dabei fast
320 Höhenmeter bewältigen (achten Sie auf die Ausschilderung
"Rot-weißer und Blau-weißer Streifen" und einmal auch auf das
Hinweisschild auf Ihr nächstes Ziel "Hermersbergerhof 4,5
km").
Bei Ihrem Aufstieg überqueren Sie einen fast eben verlaufenden Forstweg, dem Sie wenige Meter nach links folgen, sodann aber wieder verlassen müssen, um weiter auf dem Steig aufwärts zu wandern. Sobald Sie eine Bank (links von Ihrem Weg gelegen) erreichen, können Sie aufatmen; die Steigung ist ab hier deutlich moderater, setzt sich dann aber noch einige Zeit - nun wieder über einen Forstweg - fort.
Die bald erreichte, verlassene Hahnenhütte lassen Sie links liegen und laufen geradeaus auf dem Hauptweg leicht bergauf weiter. Wenn sich der Wald lichtet und Wiesen Sie umgeben, haben Sie nicht nur die wesentlichen Steigungen bewältigt, sondern stehen auch kurz vor Ihrem Einlauf in Hermersbergerhof, das Sie bald auf der Fahrstraße - Alternativen bieten sich hier nicht - durchqueren.
Hermersbergerhof ist die höchstgelegenste Siedlung (546 m) im Pfälzer Wald. Hier hat sich in den letzten Jahren entgegen dem Klimatrend ein Wintersportzentrum entwickelt; die Schilder "Rodelbahn" und "Skigebiet" (o.ä.) weisen darauf hin.
Sie können sich nun - es sind die einzigen Möglichkeiten während Ihres Weges - im Café Ingrid oder im Gasthaus Falkenhain erholen bzw. stärken.

Die
am linken Straßenrand gelegene Ausschilderung zu Ihrem nächsten,
schon sichtbaren Ziel "Luitpoldturm 2 km" führt Sie ebenso
wie die häufigen Wegmarkierungen "Blaues Kreuz und
Blau-roter Streifen" - nur noch leicht bergauf - weiter.
Der 1909 eingeweihte und nach dem Wittelsbacher Luitpold benannte Turm steht auf dem 607 m hohen Weißenberg; er soll 165 m hoch sein (Die Rheinpfalz, Nr. 92 vom 19.04.2003), was allerdings zu bezweifeln, aber nicht von wesentlicher Bedeutung ist.
Denn
gleich welche Höhe zutreffend ist, die Rundumsicht ist kaum zu
übertreffen.
Die auf der Aufsichtsplattform angebrachten Markierungen weisen
auf markante Landschaftspunkte hin und vermitteln ein nicht zu
verleugnendes Gefühl von Erhabenheit (Beachten Sie aber: Von nun an geht´s
bergab).
Vom Luitpoldturm führt - mit dem Rücken zum Einstieg in den Turm stehend - im 90°-Winkel links ein breiter Waldweg weiter. Von diesem zweigen Sie aber bereits nach ca. 100 m rechts leicht bergab auf einen Fußsteig ab (Wegmarkierung weiterhin "Blaues Kreuz und Blau-roter Streifen").
Dieser führt Sie zum Holländerklotz - um ggf. unfreundlichen Interpretationen entgegen zu wirken: Der Stein soll daran erinnern, dass im 17. Jahrhundert im Pfälzerwald Bäume für den Schiffbau in Holland geschlagen wurden.
Sie lassen den
Klotz - im wahrsten Wortsinn -links liegen, um nunmehr noch ca. 100
m auf der Fahrstraße weiter geradeaus zu laufen. Dann geht es schräg rechts ab (die Wegmarkierung bleibt) und recht eben
weiter. Achten Sie nun verstärkt auf die Wegmarkierung - manchmal
erscheint die Nr. 5, die nunmehr bis zum Schluss richtig ist.
Nach ca. 1,5 km zweigt der Weg mit der Markierung "Blaues Kreuz"
links ab; Sie gehen aber geradeaus weiter.
Sie sollten sich von hier an nur noch an dem Wegzeichen Nr. 5 und der expliziten Ausschilderung "Annweiler Forsthaus" orientieren (manchmal ist auch der Weg Nr. 4 ausgeschildert, was in diesem Bereich auch zutreffend ist). Der Weg verläuft alsbald nur noch eben und erweckt - die Füße tun weh - schon mal den Wunsch, dass sein Ende kurzfristig naht. Dieses erreichen Sie nach ca. 2,5 km. Zuvor werden Sie ggf. noch an einer x-förmigen Kreuzung irritiert, an deren linken Seite zwar ein imposanter Gedenkstein über den Erwerb irgendeines Waldstücks o.ä. wichtige Ereignisse informiert, aber ansonsten kein Wegzeichen zu finden ist. Gehen Sie einfach geradeaus / leicht halbrechts - auf dem am gewichtigst erscheinenden Forstweg - weiter. Nach ca. 200 m sehen linker Hand das Annweiler Forsthaus durch den Wald schimmern - Sie haben Ihr Ziel erreicht.
Anheim gestellt bleibt, ob Sie nun den sich bietenden Verlockungen (s.o.) erliegen.

HinweiseLage Lagekarte anzeigen und Anfahrt berechnen Interne Links |