Ein Musterbeispiel für eine Wanderung durch Weinberge incl. Bergersteigung - so schön, dass sie erfunden werden müsste.
Wegstrecke: 9 km
Wegzeit: 2,5 Stunden
Ausgangspunkt der Wanderung ist der am Fuße des Hohenbergs gelegene Ort Birkweiler, der 1285 erstmals 1285 urkundlich erwähnt wurde. Nach 1400 gelangte das Siebeldinger Tal, in dem Birkweiler gelegen ist, in den Besitz der Kurpfalz, zu deren kurpfälzischen Oberamt Germersheim (s. die Seite "Germersheim") es bis zur französischen Revolution gehörte. Der Ort (etwas über 700 Einwohner) ist mit seinen malerischen Fachwerkhäusern ein typischer Weinort an der Deutschen Weinstraße; er ist durch seine exzellenten Weine und durch das älteste Weinfest dieser Region (4. Wochenende im Juli) weit über die Grenzen bekannt. Nichtdestotrotz führt dieser Wandervorschlag nicht durch den Ort, sondern um diesen herum.
Das soll Sie allerdings nicht davon abhalten, den Ort selber zu erkunden, zumal gerade nach der hier vorgeschlagenen Wanderung eine Einkehr in einer der insgesamt äußerst anschaulichen Gastronomiebetriebe Birkweilers nahezu zwingend ist. Anzumerken ist dazu auch, dass Birkweiler auf seiner Internetpräsens neben einer Auflistung "Gastronomie" ein PDF-Dokument zum Download anbietet, in dem die vier wichtigsten Wanderungen (Hohenberg, Kolpinghaus, Kastanienbusch und Rund ums Dorf) grafisch dargestellt werden. Damit können Sie auch diese Wanderung - eine Mischung aus "Hohenberg" und "Rund ums Dorf" - schnell nachvollziehen.
Zur Sache: Birkweiler liegt 189 m ü. NN., der Hohenberg ist 562 m
hoch gelegen - die Differenz ist der hier zu überwindende
Höhenunterschied. Da Parkplätze in Birkweiler rar sind, sollten Sie
Ihr Fahrzeug kurz nach der Ortseinfahrt - von der Bundesstraße (B)
10 kommend - auf den Parkplätzen an der rechten Straßenseite
abstellen (Anhaltspunkt ist z.B. der Weinpavillon "Zum Keschdebusch").
Unmittelbar in dieser Höhe führt die Vorfahrtsstraße im 90° Winkel
links nach Bad Bergzabern (s. dazu ggf. auch die Seite "Bad
Bergzabern: Allgemeines über die Stadt und das Schloss").
Sie folgen - nunmehr zu Fuß - dieser Vorfahrtsstraße (also nicht
Richtung "Ortsmitte"), laufen auf dem Bürgersteig der "Weinstraße"
durch den südlichen Teil Birkweilers leicht bergauf und haben
alsbald das Ortsende erreicht. Ihr Weg geht nun leicht schräg rechts
ab an den Rand der Weinberge, verläuft aber noch ca. 500 m parallel
zur "Weinstraße". Dann teilt sich der Weg; schräg rechts geht es
leicht bergab wieder nach Birkweiler. Sie nehmen den schräg links
verlaufenden Weg, der eben oberhalb von Birkweiler durch Weinberge
verläuft.
Immer mehr erschließt sich ein beeindruckender Blick u.a. auf
Birkweiler, das Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof (s. die
Seite "Siebeldingen: Durch Weinberge zum Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof"), Frankweiler (s. die Seite "Frankweiler:
Allgemeines"). An der zweiten Wegkreuzung biegen Sie im
ca. 90°-Winkel rechts ab (Achtung: es führt noch ein Weg noch "rechtser"
wieder und auch steiler bergab nach Birkweiler) und laufen jetzt
leicht bergab zum östlichen Ortsrand von Birkweiler. Sie gelangen so
vor eine Weggabelung, an deren Ihnen gegenüberliegender Seite ein
blau-grüner Zaun den weiteren Zutritt verwehrt.

Sie gehen hier links bergauf (Ausschilderung "Burg
Trifels 90 Min.") und gelangen nach ca. 200 m an einen
Parkplatz mit Wegetafel, die schon o.a. Wegbeschreibungen anzeigt.
An der Wegetafel vorbei geht es immer leicht bergauf geradeaus
weiter. Links ist Wald; rechts liegen Weinberge.
Diverse Wegzeichen
(Wanderzeichen Deutsche Weinstraße oder
"Pfälzer Käschdeweg 2") säumen den Weg. Von der nach links
weisenden Ausschilderung "Kolpinghütte" lassen Sie
sich nicht locken, Sie gehen weiter geradeaus, und zwar am bald
erreichten Ende der Weinberge durch ein kleines, nunmehr beidseits
gelegenes Waldstück und gelangen dann nach ca. 300 m auf eine von
Weinbergen umschlossene Lichtung - dem "Baum des Jahres -
Platz". Hier wird seit 1989 jedes Jahr eine heimische
Baumart zum "Baum des Jahres" proklamiert und damit auf die Baumart
sowie ihren Lebensraum aufmerksam gemacht. Dies, aber auch die
prächtige Umgebung können Sie hier von einer Sitzbank aus bestaunen.

Dennoch
müssen Sie dann wieder ganz wenige Schritte zurück; denn
bereits am Beginn der Lichtung geht Ihr Weg leicht schräg - in
dieser rückwärts gerichteten Gehrichtung - links bergauf (etwas
versteckte Ausschilderung "Hohenberg") nun wieder
zwischen Waldrand und Weinberg weiter. Auf diesem nahezu geradeaus
verlaufenden Weg passieren Sie eine weitere Sitzgruppe
(Ausschilderung u.a. "Hohenberg 2,3 km") und
gelangen sodann wieder in den Wald.

Von diesem Weg führt am Zeichen
"1 auf weißem Rechteck" ein Steig rechts ab zur
nächsten Ausschilderung "Hohenberg 1,8 km" und dann
zu dem Wegzeichen "Schwarzer Punkt auf weißem Streifen",
denen Sie nun bedingungslos folgen. Diese 1,8 km geht es ausnahmslos
- und zwar zunächst recht steil - in mehreren Serpentinen bergauf
bis zum Hohenbergturm. Dort finden Sie eine leider
etwas marode Sitzgruppe, an der Sie sich von den Mühen des Aufstiegs
erholen können.
Der Hohenbergturm wurde 1879 vom Verschönerungsverein Landau /
Annweiler in sog. Trockenbauweise - d.h. das Innere besteht im
Wesentlichen aus unverfestigtem Schutt - anstelle einer während der
Französischen Revolution auf der Linie Paris - Metz - Landau
betriebenen Telegrafenstation als nunmehr reiner Aussichtsturm
errichtet. Die Bauweise hat leider den vielfältigen
Witterungseinflüssen nicht standgehalten; der Turm ist teilweise
eingestürzt und seit 2003 nicht mehr begehbar. Die Bemühungen der
Stadt Annweiler und der Gemeinde Birkweiler, die mit ca. 60.000 €
veranschlagten Kosten eines Wiederaufbaus aufzubringen, sind bisher
ohne Erfolg geblieben - schade; denn der Turm ist "knuffig".
Am Turm (links) und nachfolgend an einer Schutzhütte (rechts) vorbei gelangen Sie bald an einen Aussichtspunkt Schuhmacherfelsen, der wegen seiner optimalen Lage - an den Absprungstellen gut erkennbar - von Drachenfliegern genutzt wird. Sie nutzen - ebenso wie bei der Wanderung "Annweiler: Rundwanderungen Hohenberg - Föhrlenberg" - die Absprungstellen nicht, es sei denn Sie haben Ihren Drachen - hier ist nicht die Ehefrau, Schwiegermutter o.ä. gemeint - dabei, sondern genießen einen der besten Panoramaausblicke auf Trifels, Annweiler um Umgebung.

Rechts neben dem Aussichtspunkt führt Sie nun ein kleiner Pfad
(Ausschilderung "Albersweiler / Queichhambach" bzw.
"Wegzeichen "Schwarzer Punkt auf weißem Streifen")
bergab. Erst queren Sie dabei einen breiteren Wirtschaftsweg; dann
folgt eine Weggabelung, an der Sie der "Schwarze Punkt auf weißem
Streifen" links ab zum Zollstock und zur Burg Trifels (s. die Seite
"Annweiler: Burg
Trifels") führt. Sie gehen jedoch (unausgeschildert)
rechts und nun recht eben weiter. Der Weg verläuft nun über 1 km
durch Wald. Lediglich an einer Stelle müssen Sie etwas aufpassen,
dass Sie die Ausschilderung nach Birkweiler nicht
verpassen. Hier macht der Weg eine S-Kurve, der Sie erst nach rechts
und dann links folgen (etwas verborgenes Wegzeichen "1 mit
Winkel"; sollten Sie den Weg verfehlen, stoßen Sie übrigens
nach wenigen Metern auf den eher provisorisch anmutenden Hinweis,
dass der Weg nach 200 m endet - hier müssen Sie dann umkehren).
Nun wieder bergab gelangen Sie nach ca. 10 Minuten zu den rechts von Ihnen gelegenen Weinbergen Birkweilers (links ist Waldrand) und sodann an einen kleinen Parkplatz. Kurz danach teilt sich der Weg; Sie gehen hier leicht schräg rechts weiter und sodann immer geradeaus weiter in Richtung B 10. Dabei passieren Sie einen rechts gelegenen Lehrweinberg, der 1988 von dem Verein der Weinfreunde Birkweiler e.V. angelegt wurde und die gängigen Weinsorten der Region beinhaltet.
Ab hier geht es recht steil bergab (Wanderzeichen Deutsche Weinstraße) bis fast zur B 10. Unmittelbar vor der Bundesstraße führt der Weg rechts ab und dann wieder nach Birkweiler. Sie passieren einige Häuser, u.a. das Dorfgemeinschaftshaus, und gelangen, wenn Sie immer geradeaus gehen, unweigerlich wieder zu Ihrem Parkplatz.
Jetzt ist an der Zeit die Gastronomie Birkweilers zu erkunden, die allesamt nur wenige Minuten weit entfernt liegt.

HinweiseLage Lagekarte anzeigen und Anfahrt berechnen Interne Links Bad Bergzabern: Allgemeines über die Stadt und das Schloss Siebeldingen: Durch Weinberge zum Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof Wanderungen u.a.
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