Ein kurzer Hinweis auf das Winzerdorf und die St. Anna-Kapelle
Burrweiler ist eines der in der "Kette" der am Rand des Naturparks
Pfälzer Wald gelegen romantischen Winzerdörfer (s. hier auch die
Seiten "Frankweiler:
Allgemeines" und "Gleisweiler:
Allgemeines").
Der Sage nach soll sein Ursprung im 7./8. Jahrhundert liegen; damals soll ein Bubo begonnen haben, an heutiger Stelle einen Weiler zu errichten. Passend dazu soll der Name Burrweiler von Weiler des Bubo bzw. Bubenweiler abgeleitet sein. Urkundlich erwähnt ist Bubenwilre jedenfalls erstmals 1275.
Heute prägen Winzerhöfe und eine mächtige Kirche (s.u.) das historische Bild des 950 Einwohnern eine äußerst angenehme Bleibe bietenden Ortes.
Da die stark befahrene Umgehungsstraße vor dem Ort
verläuft, bietet der Spaziergang auf der längs der Ortsrichtung
verlaufenden Hauptstraße viele vom Verkehr recht ungefährdete
Einblicke. Besonders auffällig ist hier das große gastronomische
Angebot, das vielfach zu einem abrupten Abbruch manch löblichen
Vorhabens geführt hat.
Parkplätze sind indes recht rar. Versuchen Sie in der Nähe der von weitem sichtbaren Kirche auf der Weinstraße (am Straßenrand) einen Platz zu finden; denn Ihr erster Besuch sollte Sie auch zu dieser führen. Die Pfarrkirche Mariä Heimsuchung wurde 1523 im spätgotischen Stil von dem Ritter Christoph von Dahn und der Äbtissin Odilia von Heilsbruck anstelle einer älteren Kirche (1279) erbaut. Der Turm dürfte allerdings älter sein. Besonders sehenswert sind hier die alten Grabtafeln.
Neben der Pfarrkirche weist Burrweiler als weiteres Highlight das in unmittelbarer Nähe - nur wenige Schritte die Weinstraße leicht bergauf in Richtung Ortsmittelpunkt - gelegene Herrenhaus der Grafen von der Leyen auf (s. dazu die Seite "Burrweiler: Herrenhaus der Grafen von der Leyen").
Hier befindet
sich heute eine Winzergaststätte, die erste Lockungen verbreitet.
Kurz vor der Kirche - ebenfalls auf der Weinstraße - finden Sie im Übrigen das 2008 nach umfassender Renovierung neu eröffnete Gasthaus "Ritterhof zur Rose", das nunmehr durch seine gepflegten Außenanlagen und eine exklusiv erscheinende "Weinhalle" imponiert.
Nicht zu Letzt ist noch auf die Antik Ofen Galerie (s. dazu die Seite: "Burrweiler: Antik Ofen Galerie") hinzuweisen, die gegenüber dem o.a. Herrenhaus der Grafen von der Leyen gelegen ist.
Oberhalb von Burrweiler liegt die St. Anna-Kapelle,
die nicht nur ein beliebtes Ziel von Wanderungen, sondern auch von
Prozessionen ist.
Die heutige St. Anna-Kapelle, ein stattlicher neugotischer Bau, stammt aus dem Jahr 1895. Zuvor stand hier bereits eine Kapelle, deren Gründungszeit nicht sicher ist (die Angaben dazu schwanken zwischen 1516 und 1716).
Traditionsgemäß findet jedenfalls seit 1748 jeweils am 1. Mai eine Buß- und Betprozession zu der Kapelle statt; in diesem Jahr wurden nämlich Burrweiler und Flemlingen vom "Fleckenfieber" heimgesucht und nahmen die Bewohner Zuflucht zur heiligen Mutter Anna mit dem überlieferten Erfolg, dass seit dem in den Gemeinden kein Sterbefall durch Pest mehr eintrat.
An dieser Stelle wird aber nicht nur für Ihr seelisches Wohl
gesorgt. Nur wenige Meter hinter der Kapelle finden Sie die
St. Anna-Schutzhütte, in der Sie sich - jedenfalls stets an
Sonntagen und auch am Mittwoch - verköstigen können.
Die Schutzhütte existiert seit 1927. Um Ihre Errichtung rangt sich die Geschichte, dass 1924 einige Mitglieder der marianischen Congregation Burrweiler eine Kaffeebewirtung auf dem Annaberg in der Absicht übernommen hatten, zu der Finanzierung der neuen Kapellenorgel - später dann auch Kaffeeorgel genannt - beizutragen. Wegen des großen Erfolgs wurde dies in den Folgejahren wiederholt, 1926 aber bei derart heftigem Regen, dass für das Folgejahr eine Schutzhütte errichtet wurde.
HinweiseLage Lagekarte anzeigen und Anfahrt berechnen Interne Links Burrweiler: Herrenhaus der Grafen von der Leyen Burrweiler: Antik Ofen Galerie Wanderungen
Burrweiler
Weinstraße 6, 76835 Burrweiler
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