Möglicherweise auf den Spuren von Walther, Hildegunde, Hagen und Gunther - falls nicht, einfach eine schöne Wanderung mit zwei beeindruckenden Burgruinen als Höhepunkt
Wegstrecke: 10 Kilometer
Wegzeit: 3 Stunden
Am südwestlichen Ende von Petersbächel zweigt von der Vogesenstraße die Gebüger Straße nach links ab. Nach wenigen Metern liegt rechts das ehemalige Wanderheim des Pfälzerwaldvereins, die Walthari-Klause, die sich bei der Namensgebung an das Walthari-Lied anlehnt, das das Schicksal o.a. Protagonisten beschreibt. Die Klause bietet einen großen - nach unseren Erkundungen auch für Wanderfreunde zu nutzenden - Parkplatz, der dann Ausgangspunkt dieser Wanderung sein soll.
Hier finden Sie eine hölzerne Wandertafel, die zumindest ansatzweise
den Anfang unserer Wanderung wiedergibt (Standort, Zollstock,
Friedenskreuz, Opferschale, Maimont). Bereits hier sehen Sie, dass
zwischen Friedenskreuz und Opferschale eine "Lücke" klafft, die sich
im Übrigen auf allen eingesehen Wanderkarten (papieren oder digital)
wiederfindet. Seien Sie versichert, die vor Ort vorhandene
Wegbeschilderung ist hier deutlich besser als alle Karten - Sie
werden sich nicht verirren.
An dem an den Waldrand grenzenden Ende des Parkplatzes zeigt Ihnen
das erste Wegzeichen ("Rot-gelber Streifen") den Weg - rechts ab -
zunächst auf asphaltierter Strecke noch eben, dann aber auf schmalem Waldpfad ca. 900 m bergauf den Weg zum Zollstock (oder
Florenbergerhals bzw. "Col. du Florenberg Alt. 350m"). Dort geht es
nahezu geradeaus weiter auf schmalem Zick-Zack-Pfad (Ausschilderung
"Friedenskreuz 2,0 km" und "Maimond 3,0 km" sowie "Opferschale").
Auf etwa der Hälfte beruhigt sich der Weg und verläuft nun auch
nicht mehr ganz so steil ansteigend an bizarren Sandsteingebilden
zum Friedenskreuz. Dazu ist in Kürze zu vermerken: Der zwischen
Deutschland und Frankreich gelegene Maimont ist ein in der
Vergangenheit wiederholt umkämpftes Gebiet. Davon zeugen ein auf den
Maimonthöhen gelegener Ringwall aus vor- bzw. frühgeschichtlicher
Zeit, die Waltharisage und zuletzt die gesicherten Überlieferungen
über den Kampf zwischen deutschen und französischen Soldaten am
13./14.05.1940 (s. dazu im Einzelnen und auch zum Walthari-Lied die
Seiten von www.petersbaechel.de). Zum Gedenken an die Toten beider
Nationen wurde hier auf einer mitten im ehemaligen Kampfgelände
gelegenen Bergkuppe das Friedenkreuz errichtet.

Unser Weg führt (nach Aussichtnahme) - in ursprünglicher Gehrichtung
- rechts am Friedenskreuz vorbei rechts ab ("Rot-gelber Streifen").
Alsbald erfolgt der Hinweis auf den zu der "Opferschale 300 m"
abzweigendenden, auf Wanderkarten nicht ersichtlichen (s.o.) Weg,
dem Sie nun ebenso wie dem Wegzeichen "Rot-weiß-rote Balken"
folgen. Sie stoßen unterwegs zunächst noch auf den hölzernen Hinweis
auf den o.a. "Keltenringwall", dann auf eine Gedenktafel u.a. für
die "Chassuers des Alpins" und gelangen so auf der Höhe des
Maimont
(513 m) schließlich zur "keltischen Opferschale". Deren
ursprünglicher Gebrauchszweck und auch die praktizierte Anwendung
scheint dem Betrachter offenkundig, soll aber im Übrigen der
Phantasie des schlaflosen Wanderers vorbehalten bleiben.

Weiter
geht es mit den rot-weiß-roten Balken, die in einem Bogen
über den "Col du Maimont 390m" führen und Sie dann zusammen mit der
roten Raute und zuletzt noch eindeutiger mit der Ausschilderung "R. Wasigenstein 10 Mn" das nächste Wegziel nicht verfehlen lassen.
Der Ruine Wasigenstein wurde hier ebenso wie der Ruine Blumenstein eine eigene Seite (s. die Seite "Wasigenstein und Blumenstein - Allgemeines über die Burgen") gewidmet, die zumindest einen gewissen geschichtlichen Rückblick ermöglicht.
Nicht zu verhehlen ist an dieser Stelle: Obwohl die Burganlage beeindruckend ist, die "grünen Burgwächter" im Tümpel an deren Ostseite haben die Besucher noch mehr angezogen.
Nach ausgiebiger Burgbesichtigung - auf dem Plateau von Grand-Wasigenstein
gibt es übrigens viele (für die "Besserwisser" unter unseren Lesern:
natürlich nur bei entsprechender Wetterlage) sonnenbeschiene
Rastplätze - geht es mit der Ausschilderung "Klingelfels 10 mn" und
dem Wegzeichen "Rotes Rechteck" weiter.
![]()
Unterhalb dieses Felsens
werden Sie mit einer Ausschilderungsorgie konfrontiert, die
eindeutig belegt, dass unseren französischen Nachbarn die sog.
deutsche Gründlichkeit keineswegs fremd ist. Sie folgen hier der
Ausschilderung "Wengelsbach 30´" und dem Wegzeichen "Rotes Kreuz".
Dieses führt am nördlichen Rand von Wengelsbach (nebst gut
sichtbarer, einladender Auberge) vorbei zur Wegspinne "Wengelsbacher
(Blumensteiner) Hals", an der sie links ab den Wegzeichen
"Rot-gelber Streifen" und "Blau-weißer Streifen" folgen." In einem
Bogen gelangen Sie so zu der Ruine Blumenstein (s. die Seite "Wasigenstein und Blumenstein -
Allgemeines über die Burgen"), die Rast und
Besichtigung bedingt.

Ab hier kennzeichnet die "Rote Raute" Ihren Weg, der zu einer
Fahrstraße und dem Wanderparkplatz "An der Schanze" führt. Nach
wenigen Metern (links bergauf) auf der Fahrstraße können Sie diese
verlassen und den parallel dazu verlaufenden Wanderweg (Wegzeichen
"Grüner Streifen") nutzen.
Am alsbald folgenden Ortseingangsschild
von Gebüg queren Sie die Fahrstraße nach links und laufen auf der
Blumensteinstraße durch das gepflegte Örtchen, das ca. 80 Einwohnern
ein Zuhause bietet. Kurz hinter der am Ortsende rechts gelegenen
Longhorn-Ranch sollten Sie - Sie können auch auf der Straße weiter
geradeauslaufen - links in den Wald einbiegen und so intuitiv (aber
auch gelegentlich von dem Wegzeichen "Grüner Streifen" geleitet) zu
Ihrem Ausgangspunkt zurückgelangen.
HinweiseLage Lagekarte anzeigen und Anfahrt berechnen Wegdaten Länge 9,6 km Interne Links Wasigenstein und Blumenstein - Allgemeines über die Burgen
Weitere Informationen und externe Links 66996 Fischbach-Petersbächel
Seite als formatiertes PDF-Dokument anzeigen!
|