Ein kleiner Überblick über die Stadt Annweiler incl. weiterführender Links
Annweiler am Trifels ist die zweitälteste Stadt der Pfalz.
Urkundlich erwähnt wird sie erstmals im 11. Jahrhundert; der
Stauferkaiser Friedrich II. - s. Bild links - erhob sie 1219 zur
Reichsstadt.
Ihren Aufstieg verdankte die Stadt der mächtigen Burg Trifels (s. dazu die Seiten "Annweiler: Burg Trifels"), die Lieblingsburg der Salier- und Stauferkaiser wurde, und die auch heute noch - nach aufwendiger Restaurierung - das Stadtbild dominiert.
Bei der pfälzischen Teilung 1410 fiel die Stadt Annweiler an das Erbe Herzog Stephans von Pfalz-Zweibrücken; ihr politisches Schicksal war bis zur französischen Revolution von 1789 wechselhaft und von kleinstaatlichen Auseinandersetzungen geprägt. Im Rahmen der Abtretung des linken Rheinufers an Frankreich als Folge der französischen Revolution wurde Annweiler französische Kantonsstadt; bereits 1816 ging sie jedoch wie die ganze Pfalz an Bayern über.
Wesentlich das Stadtbild mitgeprägt haben die Gerber - meist im 16. Jahrhundert zugewanderte Hugenotten -, die an der Queich ihr Handwerk ausgeübt haben. Deren - schön renovierte - Häuser sind noch heute an der Gerber- und Wassergasse zu bewundern, auch wenn nun seit über hundert Jahren keine Gerber mehr in Annweiler tätig sind.
Die Stadt Annweiler kann also - wie hier nur ansatzweise angedeutet
- auf eine lange und wechselreiche Geschichte zurückblicken.
Mehr Geschichte finden Sie auf der Seite "Annweiler: Geschichte der Stadt".
Heute leben ca. 8.000 Menschen in Annweiler, die ihre historische Altstadt pflegen und hegen.
Viele alte Fachwerkwerkhäuser, insbesondere entlang der die Stadt durchfließenden Queich, laden zu einem Stadtbummel ein; dabei lockt ein viel versprechendes Gastronomieangebot den Besucher.
Die Queich, die in Hauenstein (s. auch die Seite "Hauenstein:
Allgemeines") entspringt und in Germersheim (s. dazu die Seite "Germersheim")
in den Rhein mündet, ist übrigens der längste Fluss der Pfalz; er
hatte im Mittelalter größte Bedeutung für die Beförderung von Holz
aus dem Pfälzer Wald zum Rhein (s. dazu die Seite "Trift").
Besonders erwähnenswert ist das mitten in der Stadt an der Queich gelegene "Museum unterm Trifels" (Am Schipkapass* 4).
Durch Ausbau einer ehemaligen Mühle, dreier Gerberhäuser und einer Gerbereiwerkstatt wurde eine 800 qm große Ausstellungsfläche geschaffen, auf der anschaulich die Geschichte der Burg Trifels sowie die Entwicklung von Annweiler und Umgebung nicht nur durch viele Exponate sondern auch mittels einer Ton-Bild-Schau vermittelt werden.
Ein Besuch, gerade wenn das Wetter mal nicht richtig mitspielt,
lohnt sich allemal, zumal anschließend Gastwirte schon auf Sie
warten.
* Schipkapass? Der Ursprung dieses ungewöhnlichen Namens ist nicht überliefert. Am Besten gefällt aber die Erklärung, dass in einem der Häuschen an dieser engen Stelle am Ende der Wassergasse ein alter Veteran gewohnt habe. Er soll sich an eigenen oder fremden Kriegstaten begeistert haben und dabei ein phantasievoller Erzähler gewesen sein. Von ihm gezogene Parallelen zu dem Gebirgspass im bulgarischen Balkangebirge und dort geschlagenen Schlachten sollen dann für die Namensgebung ursächlich gewesen sein.
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Am Schipkapass 4, 76855 Annweiler |