Eine wenig anstrengende, meist im Schatten von Bäumen verlaufende Wanderung zur Burgruine Neukastel und zum Leinsweilerhof (Einkehrmöglichkeit) mit sonniger Alternativrückkehr.
Wegstrecke: 7 bzw. 9 km
Wegzeit: max. 2 1/4 Stunden
Ausgangspunkt für viele Wanderungen (zwei weitere Wanderungen
von diesem Ausgangspunkt sind auf den Seiten "Annweiler:
Rundwanderungen Hohenberg - Föhrlenberg" beschrieben)
ist der Parkplatz "Ahlmühle", den Sie auf der von Annweiler (s. die
Seite "Annweiler:
Allgemeines über die Stadt") zum Trifels (s. die Seite
"Annweiler:
Burg Trifels") führenden Trifelsstraße
erreichen. Es handelt sich um dem letzten Parkplatz vor dem unter
dem Trifels gelegenen Parkplatz: An der Stelle, an der sich die
Zufahrtstraße zum Trifels in zwei Einbahnstraßen teilt und Sie mit
dem PKW die rechte Fahrstrecke befahren müssen, liegt direkt rechter
Hand ein Parkplatz ("Windhof"), an dem Sie aber vorbeifahren. Ca. 400
m weiter folgt ebenfalls rechts der Parkplatz "Ahlmühle". Dort
stellen Sie Ihr Fahrzeug ab.
Unmittelbar (in Richtung Trifels gesehen) hinter dem Parkplatz
beginnt Ihr Fußweg. Sie folgen dem Wegzeichen "14" bzw. der
Ausschilderung "Neukastel". Auf dem eben verlaufenden Weg zum ersten
Zwischenpunkt Ihrer Wanderung, der Schutzhütte "Am Zollstock", haben
Sie - wegen des starken Waldbewuchses nur - gelegentlich, dafür aber
eindrucksvollen Ausblick auf die linker Hand gelegene Burganlage
Trifels.
An der
Schutzhütte Zollstock - der "Zollstock" markiert übrigens
die 1796 zwischen dem kurpfälzischen Bistum Speyer und dem Herzogtum
Pfalz-Zweibrücken verlaufende Grenze - führt Ihr Weg nun schräg
rechts, leicht bergauf (durchgehend Wegzeichen "14") bis zum durch
einen entsprechend beschrifteten Felsblock gekennzeichneten "Förläcker".
Lassen Sie sich hier nicht durch die Wegweiser zum Slevogthof
irritieren. Ihr Weg "14" geht links bergauf weiter und führt Sie
direkt zum Fuß der Ruine Neukastel.
Die Burg Neukastel wurde im 12. Jahrhundert erbaut (erstmals 1123
schriftlich erwähnt), 1525 im Bauernkrieg zerstört und dann wieder
aufgebaut. Im 30jährigen Krieg wurde sie 1648 erneut schwer
beschädigt und schließlich im pfälzischen Erbfolgekrieg 1698 von den
Franzosen total geschleift.
Vorhanden ist heute nur noch ein Felsen mit wenigen Mauerresten, und zwar ein in den Fels gehauener Raum und der ehemalige Halskragen. Die o.a. Zeichnung hilft jedoch, die Phantasie anzuregen und sich zumindest gedanklich Jahrhunderte zurückzuversetzen.
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Aber auch heute sollten Sie den Burgfelsen - über die vorhandene Eisenleiter gefahrlos - besteigen; denn sie gelangen auf eine Aussichtsplattform und haben ein prächtige Aussicht u.a. auf die Madenburg (s. die Seite "Madenburg: Allgemeines über die Burg"), die Reste der Reichsburg Scharfenberg (auch genannt Münz - s. die Seite "Annweiler: Rundwanderung Trifels - Anebos - Münz"), die Burg Neuscharfeneck (s. die Seite "Frankweiler: Burg Neuscharfeneck"), die St. Anna Kapelle (s. dazu die Seite "Burrweiler: Allgemeines"), die unter Ihnen liegende Weinstraße und auch auf Ihr nächstes Ziel, den Slevogthof.
Zu diesem gelangen Sie nach einem kleinen Abstieg, der unmittelbar rechts vor der Burg beginnt.
Der oberhalb von Leinsweiler gelegene Slevogthof - früher
Schlossgut Neukastel - war ein landwirtschaftliches Hofgut, das der
Versorgung der Burg Neukastel diente. Seinen heutigen Namen verdankt
das Gut dem Maler Max Slevogt, der dieses 1914 erwarb und zu seinem
Sommersitz ausbaute. Er lebte hier bis zu seinem Tod 1932;
beigesetzt wurde er im nahe gelegenen Kastanienwäldchen. Während
seiner Zeit im Slevogthof schuf er ca. 150 Gemälde. In seinem
Musikzimmer und in der Bibliothek können Sie die einzigen erhaltenen
Wandmalereien Slevogts - z.B. Motive aus Mozarts Zauberflöte und Don
Giovanni, Themen aus Macbeth, Tausend und einer Nacht, Lederstrumpf
u.v.a. - besichtigen. Die Nachkommen Slevogts zeigen Ihnen diese
Werke
gerne und sorgen zudem für Ihre Verköstigung im Restaurant des Slevogthofs.
Weiteres zu dem Künstler Slevogt erfahren Sie auf den Seiten: "Slevogt, Max: Kurzbiographie."
Zu Ihrem Parkplatz gelangen Sie in einer knappen halbe Stunde auf
ebenem Weg, indem Sie vom Slevogthof dem Wegzeichen "14" bzw. der Ausschilderung
"Annweiler" folgen (Wegzeit insgesamt ca. 7 km).
Sonnenalternative:
Allen Warnungen der Hautärzte zum Trotz, nicht immer fühlt man sich bleich beautiful - also etwas Farbe muss her.
Dazu dient die folgende Alternative, die vom Slevogthof - mit kleinen Sonnenpausen - doch fast eine Stunde durch die Weinberge vor Ranschbach und Birkweiler zum Ausgangspunkt zurück führt:
Gehen Sie den mit Betonplatten belegten Weg vor dem Slevogthof in Richtung Leinsweiler. Laufen Sie aber nicht nach Leinsweiler hinunter (also nicht nach ca.200 m rechts weiter bergab), sondern auf Ihrem Weg immer geradeaus.

Sobald Sie die Weinberge erreicht haben, finden Sie auch längs
des Weges das Wegzeichen der Deutschen Weinstraße - die "Weintraube
". Folgen Sie diesem Zeichen durch die Weinberge (und geben Sie sich
dabei der Vorfreude auf den neuen Riesling pp hin).
Der gut gekennzeichnete Weg verläuft etwas winkelig - mehrere 90°-Kurven müssen durchlaufen werden. Achten Sie aber nur auf die (fast) 180°-Kurven. Davon gibt es auf Ihrem Weg zwei: In der zweiten, nach knapp 35 Minuten reiner Wegzeit erreichten Kurve - Sie befinden sich jetzt in der Peripherie zwischen Ranschbach und Birkweiler - verlassen Sie den Wanderweg mit der Traube nach links und gehen nunmehr unentwegt immer geradeaus, leicht bergauf wieder in Richtung Trifels.
Unmittelbar hinter diesem Abzweig steht übrigens links ein
steinernes Kreuz, an dem Sie sich ebenfalls orientieren können; der
Trifels erscheint ab und zu über den Baumgipfeln.
Der Weg wird immer schmaler und führt Sie weiter leicht bergauf nach ca. 15 Minuten zum Zollstock (s.o.).
Von dort geht es auf dem Hinweg zurück (also am Zollstock rechts ab und dann immer fast eben geradeaus). Bei dieser Wegalternative verlängert sich die Wegstrecke auf knapp 9 km.

HinweiseLage Lagekarte anzeigen und Anfahrt berechnen Interne Links Annweiler: Allgemeines über die Stadt Bildershow: Herbstspaziergang um den Slevogthof Frankweiler: Burg Neuscharfeneck
Madenburg:
Allgemeines über die Burg
Weitere Informationen und externe Links
Fam. Emanuel-Slevogt, 76829 Leinsweiler Führungen "Slevogt" |