Die wohl ruhigste Wanderung im Pfälzer Wald - also zur
Besinnung bestens geeignet.
Weglänge: ca. 15 km
Wegzeit: ca. 4 Stunden
"Vor
lauter Bäumen kann man den Wald nicht sehen". Dieser Satz
scheint für den Pfälzer Wald keine unpassende Beschreibung zu sein;
denn ca. 95 % des von ihm umfassten Geländes sind von Wald bedeckt.
Früher wie heute ist er als Jagdgebiet beliebt; die Bevölkerung
wesentlich prägender war jedoch die Waldbewirtschaftung. Die Männer
waren - neben Besenbindern - in der Regel Holzfäller, Köhler oder
Flößer. Letztere schafften das geschlagene Holz in Trifftbächen zu
Tal. Im Elmsteintal zeugen noch heute Uferbefestigungen, Stauwehre
und viele malerische Weiher davon. In den steinernen Klausen wurde zunächst das Wasser gestaut; dann wurden die Wehre geöffnet
und die Baumstämme mit einem großen Wasserschwall zu Tal zu
geschickt (s. dazu auch die Seiten "Was
ist Trift?").
In dem an der alten Handelsstraße zwischen Neustadt (s. dazu die Seite: "Neustadt: Allgemeines") und Kaiserslautern gelegenen Elmstein wurde zudem Erz geschürft. An der alten Schmelze, von der nur noch ein Wappenstein vorhanden ist, weist ein Schild auf den ersten Erzbergbau in den Jahren 1604 bis 1620 in Appenthal, Röderthal und im Erlenbachtal (s. dazu auch die Seite: "Johanniskreuz: Wandervorschlag Erlenbach" - s. insbesondere die Seite "Nothweiler: Besucherbergwerk Eisenerzgrube"). 1780 wurde der Erzbergbau wieder aufgenommen und von Kurfürst Carl Theodor eine Eisenschmelze errichtet; 1829 wurde der Betrieb dann aber endgültig eingestellt.
Heute ist Elmstein im Wesentlichen auf den Fremdenverkehr ausgerichtet und bietet dem Wanderer ca. 120 km markierte Wanderwege. Einen dieser Wege beschreibt der folgende Wandervorschlag:
Die Wanderung weist bei leichtfertiger Betrachtung keine nennenswerten Highligths auf. Leichtfertig wäre dies, weil dabei das Wesentliche dieser Wanderung nicht beachtet würde: Keine andere der hier beschriebenen Wanderungen kann einen vergleichbaren Eindruck von der Tiefe des Pfälzer Waldes und der damit verbundenen Ruhe, ja nahezu Einsamkeit, vermitteln - kurzum ein Weg, der zur Besinnung einlädt.
Sie stellen Ihr Fahrzeug am Besten - Parkplätze sind ansonsten in
dem engen Tal rar - in Elmstein auf dem der Schule gegenüber
liegendem Triftplatz ab und gehen dann wenige Schritte zur
Straßengabelung in Richtung Ortsmitte. Folgen Sie dort - nach rechts
- der Ausschilderung Neustadt / Appenthal. Nach ca. 300
m sehen Sie an der linken Seite einen
Steinblock, der Ihnen den 695 km langen Weg nach Berlin weist. Aus
Zeitgründen ignorieren Sie diesen Hinweis. Sie suchen auch die
dahinter liegende Schuhverkaufsstelle trotz ihrer ansprechend
anmutenden Preise für sog. Einzelpaare nicht auf (denken aber
vielleicht nach Beendigung der Wanderung daran).
Unmittelbar vor dem Wegweiser nach Berlin steigen Sie nach links -
immer dem Wegzeichen "Blauer Strich" (und zusätzlich
der Ausschilderung "Harzofen - Schwarzsohl")
folgend - zunächst recht steil und
nach einer halben Stunde nur noch mäßig bergauf an. Bald haben Sie
dann die höchste Stelle der Wanderung erreicht - etwa in Höhe des
Hinweissteins "Dicke Eiche", den Sie allerdings rechts
- im wahrsten Wortsinne - liegen
lassen. Nach insgesamt ca. 1,5 Stunden gelangen Sie zum Steinernen
Kreuz, an dem sich mehrere Wege kreuzen.
Sie können nun direkt links ab auf die geteerte Fahrstraße - eine ehemalige Römerstraße - abbiegen. Anderseits verspricht das nahegelegene Waldhaus Schwarzsohl zumindest an den meisten Sams- und Sonntagen eine Stärkung. Wenn Sie das Angebot nutzen wollen, überqueren Sie die Fahrstraße und biegen unmittelbar danach nach rechts ab. Auf dem parallel zu der Fahrtstraße verlaufenden Waldpfad gelangen Sie in 300 m zu dem Waldgasthaus. Anschließend müssen Sie auf gleichem Weg zum Steinernen Kreuz zurück.

Von dort aus folgen Sie nunmehr dem Wegzeichen "Grünes Kreuz". Der
Weg verläuft zunächst einige hundert Meter auf der asphaltierten
Fahrstraße, von der Sie aber an der ersten Wegzweigung nach rechts
abbiegen müssen ("Grünes Kreuz"). Der Weg verläuft nun nahezu
eben. Sie müssen später nur einmal aufpassen: Unmittelbar vor der
nächsten Hütte, die Sie allerdings erst einige Meter später
erkennen, gabelt sich der Weg - das "Grüne Kreuz" ist nur schlecht
zu erkennen -; Sie müssen die linke Gabelung nehmen, lassen also die
Hütte rechter Hand liegen. Sie folgen weiterhin dem "Grünen Kreuz" -
vorbei an dem Felsblock mit der Aufschrift "Krottenbuckel" - bis Sie
zu einer links gelegenen Schutzhütte gelangen.
Unmittelbar hinter der Hütte zweigt Ihr weiterer Weg mit den
Markierungen "Gelb-blauer Strich" und "Gelb-weißer Strich" links ab.
Zudem finden Sie an dieser Stelle den Wegweiser "Elmstein 5 km". Die
Wegmarkierungen führen Sie nun sicher zunächst eben auf einem
Forstweg, dann auf einem Steig steil bergab zur im Tal gelegenen
alten Schmelze.
Sie folgen von dort weiterhin (nach links) den Wegmarkierungen (und zudem dem Schild "Elmstein üb. Burgruine 1,5 km") und gelangen auf einem parallel zur Fahrstraße verlaufenden, aber leicht ansteigenden Steig nach Elmstein. Dabei kommen Sie an der Burg Elmstein vorbei, von der allerdings nur noch Reste der hoch aufragenden Schildmauer aus dem 13. Jahrhundert vorhanden sind. An dieser Stelle stehen Sie aber erhaben über Elmstein und können den alten Burgherren bestens nachempfinden. Kurz danach geht der Weg rechts ab in den Ort. An die o.a. Schuhverkaufsstelle wird vorsorglich erinnert.

HinweiseLagekarte anzeigen und Anfahrt berechnen
Interne Links Wanderungen u.a.
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