Eine noch recht gut erhaltene Ruine einer Felsenburg bei Busenberg mit toller Aussicht
Die Burg Drachenfels - eine auf einem gleichnamigen 150 m
langen Felsen (368 m) liegende Felsenburg - hat ihren Ursprung um
das Jahr 1200. Auch wenn die Erbauer nicht bekannt sind, so sind
jedoch ab 1209 derer von Drachenfels - u.a. ein Burkhart (1219) und
ein Wilhelm von Drachenfels (1225) - in den Analen erwähnt.
Ebenso wie der Erbauer ist der Namensgeber der Burg unbekannt. Soweit vermutet wird, der Name könnte auf einen Drachen, der auch in der Sandsteinwand der Anlage eingraviert ist, zurückzuführen sein, ist das bei nüchterner Betrachtung wohl eher reine Spekulation.
Nahezu gesichert ist aber, dass denen von Drachenfels ihr Gewerbe - schlichtes und zeitgemäßes Raubrittertum - übel genommen wurde. 1335 wurde die Burg deshalb von Straßburger Truppen eingenommen und teilweise zerstört. Nach und nach wurde die Burg jedoch wieder aufgebaut. Dabei (um 1360) soll der Drachenfels künstlich geteilt worden sein, so dass zwei Burgen mit zwei Eigentümern - Zweibrücken und Pfalzgrafen - entstanden.
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Um 1400 wurde der Drachenfels jedenfalls Ganerbenburg; also
mehrere Eigentümer - hier bis zu 25 - mussten sich ihre
Eigentumsrechte teilen (s. dazu auch die Seite "Ganerbenburg").
Einer dieser Miteigentümer war der Ritter Franz von Sickingenen, dem
es gelang, sich durch Fehden mit Worms, Metz und Frankfurt und den
Fürsten von Lothringen und Hessen zumindest zeitweise eine recht
bedeutende politische Stellung am Mittelrhein aufzubauen.
Letztendlich wurde er aber von Truppen aus Trier, Hessen und der
Pfalz im Rahmen einer Belagerung im Mai 1523 getötet. Die Burg
Drachenfels blieb von diesen Auseinandersetzungen nicht verschont
und wurde noch im gleichen Jahr von den verbündeten Feinden des
Ritters zerstört.
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Da nun an der Burganlage aber auch noch Renaissancespuren zu finden sind, wird davon ausgegangen, dass auch diese zweite Zerstörung nicht endgültig gewesen ist.
Dies hat dann zumindest aber der übliche Gebrauch von Burgen als Steinbruch im 17. Jahrhundert bewerkstelligt. Nennenswert ist hier die Errichtung eines Landhauses in Busenberg, Schlösschen genannt, mit den Steinen der Burg.
Über den derzeitigen Erhaltungszustand sollten Sie sich selber ein Bild machen, auch wenn hier schon einige Einblicke gewährt werden. Am besten verbinden Sie die Besichtigung mit einer Wanderung, die hier auch angeboten wird.
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