Die wohl schönste Wanderung vom Johanniskreuz in zwei
Varianten
Wegstrecke: 11 - 13 km
Wegzeit: ca. 3 Stunden
Dieser Wandervorschlag ist dem roten forst- und
kulturgeschichtlichen Wanderweg (s. die Seite "Johanniskreuz:
Forst- und kulturgeschichtliche Wanderwege") angelehnt.
Der Weg beginnt - von Annweiler (s. dazu die Seite "Annweiler:
Allgemeines über die Stadt") kommend - gleich am Anfang
des Wanderparkplatzes am Johanniskreuz (s. dazu die Seite "Johanniskreuz:
Allgemeines") auf dessen linker
Seite. Er ist mit einem "Roten Kreuz"
gekennzeichnet und verläuft zunächst entlang der Bundesstraße (B)
48, zu der er auf einer Wegstrecke von einigen hundert Metern in -
zumindest am Wochenende (s. dazu ggf. nochmals die Seite "Johanniskreuz:
Allgemeines") - etwas störende Nähe kommt.
Nach etwa einer halben Stunde Gehzeit kreuzt der Weg zweimal die Bundesstraße, um dann rechts von dieser weg (Wegmarkierung weiterhin "Rotes Kreuz") abzuzweigen und in einer Linksschleife leicht bergauf zum Eschkopf (608 m) zu führen.
An dieser höchsten Stelle Ihrer Wanderung stand bereits zu Napoleons Zeiten ein optischer Telegrafenturm, auch Semaphor oder Dillegraf genannt. Mit beweglichen Balken wurden auf der Nachrichtenlinie Mainz - Paris Mitteilungen übermittelt (der gebildete Fernsehzuschauer wird die Funktionsweise aus dem "Grafen von Monte Christo" noch in Erinnerung haben).
Heute steht hier allerdings der 1902 zum Zweck der
Landvermessung errichtete Eschkopfturm. Über 99 Stufen können Sie
dessen Aussichtsplattform erreichen und einen Überblick über das
gewaltige, Sie umgebende Waldgebiet gewinnen.
Von dem Turm führt der Weg - im ca. 90° Winkel nach links von dem
Hinweg abzweigend (Wegmarkierung "Gelb-roter Balken")
- zu der Straßengabelung B 48 / Straße nach Iggelbach.
Kurz davor gelangen Sie an einen recht offen gelegenen Rastplatz, an
dessen linker Seite Sie die Wandertafel "Spurensuche"
sehen. Sie haben jetzt zwei Möglichkeiten:
a) Weg "Spurensuche"
Dieser Weg ist sicherlich der ansprechendere, da er entlang des
Erlenbachs verläuft. Unschädlich ist, dass er etwa 2 km länger ist
als der unter b) beschriebene Weg. Er ist allerdings nicht besonders
gut ausgezeichnet, so dass Sie sich anhand der o.a. Wandertafel
"Spurensuche" und dieser Wegbeschreibung etwas "entlang hangeln"
müssen. Also:
Direkt an der Straßengabelung B 48 / Iggelbach überqueren Sie die
Fahrbahn in Gehrichtung nach links diagonal und steigen am Hang
zunächst parallel zur B 48 auf einem kleinen Fußweg ab (Ausschilderung
"Spurensuche").
Sie stoßen dann auf den Forstweg Nr. 9,
dem Sie wenige Meter nach links folgen, um sodann auf dem rechts
abzweigenden, bergab führenden Fußweg weiter
zu gehen. Dieser macht, am Talboden angelangt, eine scharfe
Rechtskehre (Ausschilderung "Spurensuche") und
führt sie nun entlang des Erlenbachs zum gleichnamigen
Weiler.
Der Erlenbach erweckt mit seiner gemauerten Führung und seinen Staustufen nicht zu Unrecht den Eindruck eines Kleinstkanals. Der Bach zählt nämlich zu den besterhaltensten Triftbächen in Rheinland-Pfalz. Bis 1908 wurde hier Kurzholz geflößt; ca. einen Meter große Holzstücke wurden auf dem Wasserweg in die holzarme Vorderpfalz transportiert. Dazu wurde der Bach in Wooge und Klausen aufgestaut Das an sog. Bollerplätzen gesammelte Holz wurde - insbesondere zu den wasserreichen Zeiten der Schneeschmelze - in den Bach geworfen und die Klausen wurden geöffnet. Triftknechte begleiteten das Holz auf seinem Weg, um evt. Staus mit langen Haken zu beseitigen (s. dazu auch die Seiten "Trift").
b) Direkter Weg nach Erlenbach
Unmittelbar hinter der o.a. Wandertafel "Spurensuche" steht eine kleine Schutzhütte, an deren Ihnen zugewandter Seite Sie das Wegzeichen "Gelb-roter Balken" finden. Folgen Sie diesem Zeichen in Gehrichtung geradeaus über einen kleinen Pfad bis zur B 48 und überqueren Sie diese. Auf der Gegenseite sehen Sie schon von weitem wieder das Wegzeichen "Gelb-roter Balken". Ihr Weg quert nach wenigen Metern einen kleine asphaltierte Straße und verläuft nun parallel zur Straße nach Iggelbach. Nach 1 km gelangen Sie an die Ausschilderung "Erlenbach 4,5 km - Elmstein 7,0 km". An dieser Stelle müssen Sie die Straße nach Iggelbach überqueren.
Links, etwas versteckt "in Ihrem Rücken" gelegen, befindet sich
hier auch das nun Ihren Weiterweg bestimmende Wegzeichen "Blau-Gelber
Balken", das Sie dann auch auf der gegenüberliegenden
Straßenseite an der Ausschilderung "Erlenbach 2 km"
finden.
Der Weg führt nun fast immer bergab ins Erlenbachtal. Allerdings ist auch hier die Ausschilderung nicht optimal: Nach ca. 500 m gelangen Sie an eine Wegkreuzung ohne eindeutige Wegzeichen. Biegen Sie hier nach links ab - nach ca. 200 m gibt Ihnen der "Blau-Gelbe Balken" wieder Sicherheit. Sie stoßen unmittelbar vor dem Ort Erlenbach auf den gleichnamigen Bach, den Sie direkt hinter dem links gelegenen Weiher überqueren, um nach rechts weiter zu gehen.
Weiterer Weg für beide Alternativen:
Erlenbach:
Fast am Ende des Weilers Erlenbach führt der Weg links ab
(Wegmarkierung "Grün-gelbes Kreuz") und nunmehr
erst noch ca. 500 m recht eben und dann aber über längere Zeit steil bergauf direkt zum Johanniskreuz zurück.
Auch am Ende des Weges ist die Ausschilderung nicht optimal.
Im Zweifel orientieren Sie sich an den Straßengeräuschen - einem am
Johanniskreuz fast untrüglichen Wegzeichen.
HinweiseKarten Lagekarte anzeigen und Anfahrt berechnen Profil
Länge: 10,2 km
Interne Links Annweiler: Allgemeines über die Stadt Wanderungen
Anmerkung eines Wanderers: Bei unserer gestrigen Wanderung vom Johanniskreuz über den Eschkopf und das Erlenbachtal zurück zum Johanniskreuz fanden wir im Weiler Erlenbach keine Wegmarkierung mehr. Also wählten wir entsprechend der Beschreibung hinter dem letzten Haus links einen steilen Pfad hinauf in den Wald. Dort haben wir dann eine Stunde vergeblich nach einer weiteren Markierung gesucht und sind dann in den wieder hinabgestiegen, um eine Taxe herbeizurufen, die uns zu unserem Auto nach Johanniskreuz bringt. Auf dem Weg im Ort fanden wir auf der Rückseite eines Hauses - in normaler Gehrichtung also gar nicht einsehbar - doch noch die Markierung. Der richtige weitere Weg verlief dann allerdings nicht steil bergauf, wie beschrieben, sondern in längeres Stück zunächst noch im Talboden. Daher hatten wir auch zunächst keine Veranlassung gehabt, diesen Weg als den richtigen zu erkennen. Im weiteren Verlauf waren dann zwischen Erlenbach und Johanniskreuz die markierten Waldwege wegen Forstarbeiten gesperrt und das Betreten verboten. Hier wären Hinweise auf eine entsprechende Umleitung sehr hilfreich gewesen. So sind wir das Gebiet nach Gefühl weiträumig umgangen und irgendwann wieder auf den vorgesehenen Weg zum Johanniskreuz gestoßen. Allerdings fehlte auch dann wieder an der letzten Kreuzung mehrerer Wege eine Markierung und nur die Nähe einer Autostraße in Hörweite hat uns dann intuitiv zum Ausgangspunkt geführt. |