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Landeck: Allgemeines über die Burg

 

Die restaurierte Burganlage bietet Einblick in die mittelalterliche Baukunst, Ausblick und Speisung - gleichzeitig ist sie Ausgangspunkt für diverse Rundwanderwege.

 

 

Burg Landeck - BrückeDie bei Klingenmünster gelegene Burg Landeck ist Beispiel mittelalterlicher Burgenbaukunst.

Sie wurde im 12. Jahrhundert als Nachfolgeburg des "Schlössels" erbaut und diente ebenso wie zuvor dieses zum Schutz des Klosters Klingenmünster. Im 13. Jahrhundert war sie an das Geschlecht Leiningen-Landeck als Reichslehen vergeben. Nach dessen Aussterben gelangte sie 1289 in den Besitz von Rudolf von Habsburg, der sie dann ein Jahr später an die Grafen von Zweibrücken-Bitsch und an die elsässischen Ochsensteiner, die einen Teil ihres Anteils später wiederum an den Bischof von Speyer verkauften, verlieh. Im Laufe der Geschichte fielen nach Aussterben der Ochsensteiner (1485) und dann derer von Zweibrücken-Bitsch (1570) deren Anteile an den pfälzischen Kurfürsten.

Insbesondere Anfang des 15. Jahrhunderts wurde die Burg von ihren Eigentümern ausgebaut und aufgerüstet. Im Bauernkrieg wurde die Burg 1525 lediglich beschädigt, dann aber von den Franzosen während des Pfälzischen Erbfolgekrieges 1689 zerstört. 1709 erwarb der pfälzische Kurfürst den restlichen Eigentumsanteil an der Burgruine von dem Bischof von Speyer und war damit deren Alleineigentümer.

Seit 1881 sorgt sich der Landeck-Verein um den Erhalt und die Restaurierung der Burg. Deren einziger Zugang wird weiterhin durch einen zehn Meter tiefen Halsgraben geschützt; dieser wird von einer hölzernen Brücke überspannt. Landeck weist heute den wohl besterhaltenen Bergfried aller pfälzischen Burgen auf. Der mächtige 23m hohe Bergfried, der aus Buckelquadern besteht, ist als Aussichtswarte fei zugänglich. Im Turm befindet sich ein kleines Burgmuseum.

Burg Landeck - InnenhofDie Burg ist bewirtschaftet; ein Besuch der urigen, täglich geöffneten Burggaststätte ist unumgänglich.

Mit dem PKW erreichen Sie die Burg (ohne jeden weiteren Fußmarsch) über einen - von Annweiler aus gesehen - unmittelbar hinter der Pfalzklinik Landeck von der B 48 abzweigenden Fahrweg. Auf dem Parkplatz vor dem Burgeingang finden Sie eine gelungene Hinweistafel auf die hier beginnenden Rundwege (s. dazu die Seite "Landeck: Rundwanderungen um die Burg").

 

Bei dem schon angesprochenen Schlössel (354 m), dessen eigentlicher Name nicht bekannt ist, handelt es sich um eine saalische Wohnturmburg aus dem 11. Jahrhundert. Noch heute vorhanden sind Teile des mächtigem fünfstöckigen Wohnturms, der zunächst aus Holz gebaut war, und Teile der Ringmauer. Die Burg, die wohl auch dem Schutz des Benediktinerklosters Klingenmünster diente, wurde bereits 1168 zerstört. Heute finden weitere Ausgrabungen statt; die frei zugängliche und etwas versteckt im Wald gelegene Ruine ist nur zu Fuß zu erreichen.

Auch der mächtige Felsenwall des Heidenschuh (457m) diente dem Schutz des Klosters Klingenmünster. Hier war im 9. und 10. Jahrhundert Sitz einer frühmittelalterlichen, nur im Kriegsfall besetzten Fliehburg, deren 60 bzw. 90 m langen und 4 bis 5 m breiten Doppelmauern den Bergsporn abriegelten. Heute sind noch die Trockenmauern, Teile der Torbauten und Gäben erhalten; die Anlage ist ebenfalls nur zu Fuß zu erreichen.

Sowohl das Schlössel als auch den Heidenschuh erwandern Sie mit dem u.a. Vorschlag "Landeck: Rundwanderung Klingenmünster - Burg Landeck".

 

Sommer- / Winterimpressionen:

Burg Landeck - Impressionen Burg Landeck - Impressionen Burg Landeck - Impressionen
Burg Landeck - Impressionen Burg Landeck - Impressionen Burg Landeck - Impressionen