Die nur zu Fuß erreichbare riesige Burgruine bei Frankweiler
lädt zu stundenlanger Besichtigung und auch zum Sonnenbaden ein.
Die Burganlage ist nur zu
Fuß zu erreichen. Unser Vorschlag ist: Machen Sie einen kurzen
Abstecher von der Landauer Hütte (s. hierzu und zum Anweg die Seite
"Frankweiler:
Rundwanderung Orensfelsen - Landauerhütte - Ringelsberghütte").
Die Gehzeit beträgt von der Landauer Hütte aus nur ca. 15 Minuten.
Neuscharfeneck,
mit einer Länge von 150 und einer Breite von 60 Metern die viertgrößte Burg der Pfalz, ist keine Vorburg
der nordwestlich von Frankweiler gelegenen Burg Altenscharfeneck,
sondern Stammsitz einer Seitenlinie der Scharfenecker.
Als ihr Gründer wird Heinrich von Scharfenberg angesehen, der sich von den auf der Burg Scharfenberg (Münz) ansässigen Scharfenbergern abgespalten hatte und ab 1219 Scharfeneck nannte. Heinrich war der Bruder des Johann von Scharfenberg, der Bischof von Speyer (s. dazu auch die Seite "Speyer: Allgemeines über die Stadt"), Bischof von Metz und unter Otto IV und Friedrich II Reichskanzler war.
Das genaue Gründungsdatum von Neuscharfeneck ist nicht bekannt. Da jedoch das Baudatum der von Heinrich von Scharfenberg zunächst errichteten Burg Altenscharfeneck auf 1219 datiert werden kann, ist Neuscharfeneck zumindest danach erbaut worden.
Es wird angenommen, dass der
Schwiegersohn von Heinrich von Scharfeneck, Johann von Metz,
zusammen mit der Tochter Heinrichs, Guda von Scharfeneck, die Burg
Neuscharfeneck als Sitz nahm und in den Jahren von 1249 bis 1262
ausbauen ließ. Nach dem Aussterben der Scharfenecker benannte sich
Johann in von Scharfenberg-Metz.
Johann IV von Scharfenberg-Metz wurde 1362 kurpfälzischer Vasall. Als seine Linie 1416 ausstarb, fiel Neuscharfeneck an die Kurpfalz. Der pfälzische Kurfürst Friedrich der Siegreiche ließ die Wohnbauten und Verteidigungsanlagen der Burg 1469 erheblich erweitern. Nach seinem Tod (1477) erhielt sein in der Kurlinie nicht erbberechtigter Sohn Ludwig die Burg.
Elf Jahre später wurde Ludwig in den Grafenstand erhoben und erhielt zudem die Burg und Stadt Löwenstein am Neckar als Lehen. Als Ludwig von Bayern, Graf von Löwenstein und Herr von Scharfeneck wurde er Stammvater des Geschlechts derer von Löwenstein-Wertheim, das die Burg bis zu deren Ende hielt.
Im
Bauernkrieg wurde die Burg zunächst ausgebrannt (1525), dann aber in
den nächsten Jahren wieder aufgebaut und erweitert. Im
Dreißigjährigen Krieg wurde sie jedoch endgültig zerstört und diente
fortan als Steinbruch. 1824 fiel die Burg an die Gemeinde Flemlingen,
der sie noch heute gehört. Nicht zuletzt dank der Bemühungen des Scharfeneckvereins kann der
Besucher noch heute die 60 m breite, 20 m hohe und bis zu 12 m dicke
Schildmauer der Burg, die mit Kasematten für den Einsatz von
Geschützen ausgestattet ist, große Teile der Wohnbauten sowie des
Ritterhauses u.v.a. bewundern.
HinweiseLage Interne Links Speyer: Allgemeines über die Stadt Wanderung
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