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Neustadt: Allgemeines


 
Bummeln, Shoppen und Genießen


 

Neustadt - Am MarktNeustadt an der Deutschen Weinstraße liegt am Ostrand des Pfälzerwaldes. Von der Autobahn 65 aus gesehen scheint der Name "Neustadt" zu Recht gewählt - eine Reihe von recht neuzeitlichen Hochhäusern prägt auf den ersten Blick das Bild. Aber weit gefehlt: Neustadt ist nichts Anderes als die Übersetzung von dem schon für das Jahr 1253 überlieferten Namen Nova Civitas. Der dem Ganzen nähertretende Besucher trifft deshalb - neben interessanten Einkaufsstraßen - auf eine historische Altstadt mit liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern und verwinkelten Gassen. Die Beschreibung der Geschichte und der Sehenswürdigkeiten würde den hier vorgegebenen Rahmen bei Weitem sprengen. Deshalb begnügen wir uns mit einem kurzen Abriss und vertrauen darauf, dass wir schon damit sowie einigen Bildern Ihr Interesse wecken und Sie veranlassen, die Stadt selber erkunden. Es lohnt sich!

Neustadt - Am MarktWeit Umfangreichere und übersichtlich dokumentierte Informationen finden Sie im Übrigen auf der Homepage der Stadt (s.u.). Empfehlenswert ist auch der bei der Tourist-Information (s.u.) ausliegende kostenlose Flyer "Bummeln und Staunen", der Sie u.a. mittels eines Stadtplans durch die Innenstadt führt und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten aufzeigt.

Fundstücke (Tongefäße, Münzen und Waffen) belegen die Besiedlung des heutigen Stadtgebiets durch die Kelten um 150 v. Chr. Ca. 20 n. Chr. zogen die Römer ein, 406 die Alemannen und 496 die von Chlodwig geführten Franken. Für das Jahr 774 ist erstmals die Ansiedlung Winzingen - heute ein Stadtviertel Neustadts - urkundlich erwähnt. Im 9. Und 10. Jahrhundert entstanden - wohl im Hinblick auf Bedrohungen durch Normannen und Ungarn - die ersten Befestigungen; zu Anfang des 13. Jahrhunderts gründeten die bayerischen Pfalzgrafen Ludwig und Otto, die späteren Kurfürsten der Pfalz, die "Neue Stadt" (Nova Civitas).

Neustadt - Stiftskirche

Bereits 1275 erhielt Neustadt von Rudolf von Habsburg die Stadtrechte verliehen. Die Stadt entwickelte sich alsbald zu einem bedeutenden Verwaltungszentrum der linksrheinischen Kurpfalz, sie erhielt Zollfreiheit, Jahrmarktrecht und Gerichtsbarkeit. Geschützt wurde die Stadt durch fünf Burgen (Wasserburg am Speyerbach, Alte Burg bei Gimmeldingen, Burg Winzingen, Wolfsburg und Kestenburg = Hambacher Schloß). Die Namen der ersten vier Stadtviertel weisen auf Stand und Beruf der jeweiligen Bewohner hin. Im Lauerviertel ("Loheviertel" - Lohe = Baumrinde für die Ledergerbung) gingen die Gerber ihrem Gewerbe nach, die jüdischen Bewohner lebten im Judenviertel, die unter der Schutzherrschaft der Gottesmutter stehenden kirchlichen Besitztümer lagen im Frauenviertel; das Kesselringviertel verdankte seinem Namen einer einflussreichen Familie. 

Neustadt - StiftskircheSpäter kamen weitere Viertel hinzu. 1353/56 erhob Kurfürst Ruprecht I. die Neustadter Pfarrkirche zu einem Kollegialstift (Stiftskapitel) und ordnete den Bau einer Stiftskirche an. Der Bau wurde 1489 vollendet; dessen beiden ungleichen Sandsteintürme überragen noch heute die Stadt, wobei der Südturm mit dem barocken Türmerhaus seine heutige Gestalt 1739 erhalten hat. Als Folge des Übertritts der Kurpfalz zum Calvinismus (theologische Bewegung, die auf der Reformation und insbesondere den Lehren von Johannes Calvin beruht) wurde das Kollegialstift (Liebfrauenstift) von Kurfürst Friedrich III. aufgehoben und die Stiftskirche den Reformisten übergeben (1561/1562). Pfalzgraf Johann Casimir gründete 1578 die Neustadter Hochschule (Casimirianum) als "Ausweich"-Universität, weil sein lutherischer Bruder Ludwig calvinistische Professoren und Studenten von der Heidelberger Universität vertrieb.

Neustadt - GasseIm alsbald nachfolgenden 30jährigen Krieg (1618 bis 1648), in dem u.a. auch um den rechten Glauben gefochten wurde, wechselte Neustadt je nach Besetzungslage (die Stadt wurde insgesamt von sechs Kriegsmächten besetzt) die Konfession, blieb aber ansonsten ebenso wie im späteren Pfälzischen Erbfolgekrieg (1688 bis 1697) ohne nennenswerte Schäden. Die Stadtmauern wurden allerdings im 18. Jahrhundert planiert, weil sie nicht mehr dem Stand der nunmehrigen Kriegstechnik entsprachen. Mit dem Hambacher Fest (27.05.1832 - s. dazu im Einzelnen die Seiten "Hambach: Hambacher Schloss - Allgemeines") geriet Neustadt in den Blickpunkt des damaligen politischen Geschehens im zersplitterten Deutschland. Nachfolgend nahm Neustadt an der allgemeinen Industrialisierung teil; Mühlen, Hammerwerke, Tuch- und Papierfabriken sind neben dem heute beherrschenden Weinanbau beispielhaft zu nennen.

Das schadlose Überstehen der kriegerischen Auseinandersetzungen des 17. Jahrhunderts gereicht Neustadt heute - wie damals - zum Wohl. Der Bummel durch die historische Altstadt rund um die Stiftskirche erfreut Herz und Sinne. Mittelpunkt der Stadt ist der Marktplatz, der von Rathaus, Kirche und alten Fachwerkgebäuden umgeben ist. Cafés und Weinstuben laden ein, malerische enge Gassen locken und gewähren Einblicke in idyllische Innenhöfe. Vielzählige Einkaufsmöglichkeiten bieten sich in den weitläufigen Fußgängerzonen.

 

Hinweise 

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Wanderungen

Hambach: Besichtigung Hambacher Schloss - Allgemeines 2 Std.
Besichtigung Eisenbahnmuseum Neustadt 2 Std.


Weitere Informationen und externe Links

Informationen und Links ohne Gewähr   Neustadt

www.neustadt.eu

Informationen und Links ohne Gewähr   Tourist-Information Neustadt

Hetzelplatz 1
67433 Neustadt an der Weinstraße
Tel: 06321- 926892