Dem Winzer auf der Spur - 5 km sonnenbeschiene Fährtenlese quer durch malerische Weinberge
Wegstrecke: 6 Kilometer
Wegzeit: 1,5 Stunden
Von Annweiler (s. die Seite "Annweiler
- Allgemeines über die Stadt") kommend durchfahren Sie
Albersweiler und den Nordteil Birkweilers. Unmittelbar vor dem
Ortseingang von Siebeldingen - gleich hinter dem Großhandel für
Winzerzubehör - liegt links die Bahnhaltestelle "Siebeldingen/Birkweiler",
an deren Front oder zumindest in deren Nähe Sie einen Parkplatz
finden sollten. Zu Fuß geht es nun - sie queren alsbald die
Bahngleise - auf der Weinstraße in den Ortskern von Siebeldingen und
dort weiter auf der Bismarckstraße bis zum östlichen Ortsende (s.
aber übernächster Absatz).
Siebeldingen ist ein alter Weinbauort; wie alt, darüber sind sich die heutigen Bewohner allerdings nicht ganz einig. Einmal soll der Name bereits 722 erstmals in einer Urkunde des Klosters Lorsch, ein anderes Mal zum ersten Mal 1219 in einer Urkunde von Annweiler erwähnt worden sein (s. die Homepage von Siebeldingen). Wie dem auch sei, seit Jahrhunderten wird hier Wein angebaut. Auch heute leben die Einwohner (knapp 1.100) zu einem großen Teil vom Wein; derzeit nutzen 15 Betriebe die ca. 1.800 jährlichen Sonnenstunden zum Weinanbau. Ein Höhepunkt des lokalen Lebens, an dem letzthin schon fast zehntausend Besucher teilgenommen haben, ist die "Kulinarische Weinbergswanderung", die an jedem dritten Septemberwochenende stattfindet und bei der die Besucher auf einem Rundweg mit Speisen und Weinen verwöhnt werden. Dieser Wanderung ist der hier verewigte Wandervorschlag entlehnt.
Der Weg durch den Ort auf der o.a. Bismarckstraße ist nicht
unbedingt der attraktivste - sie erhalten hier aber einen kleinen
Einblick in das heutige Ortsleben. Schöner ist der Weg, wenn Sie in
der Rechtskurve nach Überquerung der Queich geradeaus auf der
Weinstraße - Richtung Frankweiler (s. die Seite "Frankweiler
- Allgemeines") - in Richtung Kirche (mit
verdrehter Turmspitze), dann rechts ab
auf der Pfarrgasse und im Folgenden auf der Bengertstraße laufen. Am
Ortsende geht es jedenfalls so oder so links ab und leicht bergauf
in die Weinberge zum Marienfelderhof. Daran geradeaus vorbei biegen
Sie nach dem nächsten Haus rechts ab. Der weitere - nur durch
Weinberge verlaufende - Weg zum Geilweilerhof ist Ihrer Intuition
überlassen; denn die zu durchquerenden Hügel sind von so vielen
Bewirtschaftungswegen durchzogen, dass Sie sich nicht verlaufen
können, wenn Sie auch nur in etwa die in der u.a. Skizze angedeutete
Richtung einhalten.
Aber dennoch als Anhaltspunkt: Nachdem Sie nach
rechts abgebogen sind, laufen Sie ca. 700 m geradeaus und dann links
bergauf (zum am höchsten gelegen erscheinenden Strommast, hinter dem
die Felswand unterhalb der Frankweiler Ringelsberghütte hell die
grüne Waldfront durchbricht). Fast auf der Höhe angekommen (der
Winzerort Frankweiler - s. die Seite "Frankweiler
- Allgemeines"- schiebt sich jetzt in Ihr Blickfeld)
gehen Sie nach links und sehen alsbald den Turm des Geilweilerhofs,
an dem Sie ihren Weg nunmehr ausrichten. Denn der Geilweilerhof ist
Ihr nächstes Ziel, das Sie alsbald - Sie müssen dabei die o.a.
Weinstraße überqueren - erreichen.

Das 1926 von Peter Morio gegründetes Institut für Rebenzüchtung
Geilweilerhof (nunmehr Julis-Kühn-Institut -
Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen) hat sich seit vielen
Jahren u.a. mit der Züchtung und Veredlung von Weinsorten befasst.
Hier wurden durch selektive Züchtung weltweit berühmte Weinsorten -
z.B. die Rebsorten Baccus, Morio Muskat, Dornfelder und die
reblausresistente Rotweinrebe Regent - kreiert. Oder - wir leben ja
in Deutschland -: "Das Institut für hat im Rahmen der
wissenschaftlichen und organisatorischen Konzeption der
Bundesanstalt für Züchtungsforschung an Kulturpflanzen die Aufgabe,
dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und
Verbraucherschutz (BMELV) Entscheidungshilfen für den Weinbau und
die Verbraucherpolitik zu geben, Reben mit hoher Resistenz gegenüber
Schaderregern und abiotischen Stressfaktoren sowie herausragender
Weinqualität zu züchten und die Züchtungsforschung an Reben
weiterzuentwickeln." Wein können Sie hier natürlich auch erwerben,
allerdings nur zu den öffentlich-rechtlichen Dienstzeiten.
Unmittelbar hinter dem Institut beginnt rechtsabzweigend ein
kleiner, aber durchaus interessanter Weinlehrpfad, den Sie sich
jetzt aber lediglich für einen gesonderten Besuch vormerken. Sie
gehen hier auf dem asphaltierten Hauptweg schräg links weiter und
gelangen, nachdem Sie eine kleine Ansiedlung von windschützenden
Büschen durchquert haben, auf eine Anhöhe, auf der ein einzelner
großer Walnussbaum auf einer Wiese steht. Hier zweigen Sie links ab
und gehen solange geradeaus, bis sich Albersweiler in ihr Blickfeld
drängt. An der nächsten Weggabelung zweigen Sie nun links ab und
laufen dann nahezu geradeaus und überwiegend leicht bergab in
Richtung Siebeldingen. Kurz vor der Ortsbebauung sehen rechts einen
(neu angelegten) gepflasterten Fußweg, auf den Sie bergab abzweigen.
Der Weg führt Sie - Sie müssen an seinem Ende rechts gehen -
unmittelbar zu dem o.a. Bahnübergang und somit zu Ihrem Fahrzeug
zurück.
Anmerkung: Sie können an der o.a. "nächsten Weggabelung" auch weiter geradeaus bergab nach Albersweiler gehen. Dann sollten Sie aber am Ortsrand links ab durch eine Neubausiedlung gehen. Immer fast geradeaus und eben gelangen Sie auch so auf den o.a. (neu angelegten) gepflasterten Fußweg.

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76833 Siebeldingen |