Wir können uns nicht vorstellen, dass es Ihnen hier nicht gefällt.
Die Beschreibung der Geschichte und der Sehenswürdigkeiten der
Domstadt würde den hier vorgegebenen Rahmen bei Weitem sprengen.
Deshalb begnügen wir uns mit einem ganz kurzen Abriss und vertrauen
darauf, dass Sie sich von den weithin sichtbaren Türmen des Doms
anlocken lassen und die Stadt selber erkunden.
Speyers Geschichte geht auf eine keltische Ansiedlung zurück, aus der die Römer im 1. Jahrhundert ein Kastell machten.
Als Pfalz fränkischer Herrscher wurde Speyer im 7. Jahrhundert (614 erstmals belegt) Bischofssitz und gelangte immer mehr unter den Einfluss der Kirche. Beherrschend waren ab dem 10. Jahrhundert die auch im Speyergau ansässigen Salier; der aus diesem Geschlecht stammende deutsche Kaiser Konrad II. (um 990 bis 1039) legte 1030 den Grundstein zum Dom - einer romanischen, aus Sandsteinquadern bestehenden Pfeilerbasilika. Konrad starb bereits neun Jahre später und wurde in "seinem" Dom beigesetzt. In der Krypta ruhen seine Gebeine noch heute, ebenso wie die anderer Könige und Kaiser (acht) und Kaiserinnen (drei) - z.B. von Heinrich IV., Albrecht von Österreich oder Rudolf von Habsburg.
1294 wurde Speyer freie Reichsstadt; es fanden fortan viele Hof- und Reichstage statt. Im durch den Tod des pfälzischen Kurfürsten Karl II. ausgelösten, von 1688 bis 1697 dauernden Pfälzischen Erfolgkrieg (Ludwig XIV machte im Namen seiner Schwägerin Lieselotte von der Pfalz, der Schwester von Karl II., Ansprüche auf die Kurpfalz geltend) verwüsteten französische Truppen die Pfalz und brannten Speyer einschließlich Dom 1689 nieder. Letztendlich gab Frankreich seine Ansprüche auf die Pfalz auf (Friede von Rijswijk im Jahr 1697). In der Folgezeit wurden Speyer und der Dom wieder aufgebaut. Nichts desto trotz wurde Speyer im Verlauf der Revolutionskriege französisch; 1816 fiel Speyer dann an Bayern und blieb bis 1945 Regierungssitz für die Bayerische Pfalz. Die ab 1960 durchgeführten aufwendigen Restaurierungsarbeiten versetzten den Dom von Speyer nach und nach wieder in seinen ursprünglichen Zustand. Seit 1980 gehört er zum Weltkulturerbe der UNESCO.
Eine Besichtigung des Doms ist ein Muss für jeden Besucher, der
sich diesem einmal über die Maximilianstraße, der früheren via
triumphalis - der Einzugsstraße für Kaiser und Könige - nähern
sollte, auf der auch heute noch an hohen Feiertagen Prozessionen zu
dem Dom führen.
Die Maximilianstraße lädt dabei als Haupteinkaufsstraße nicht nur zum Einkauf in historischer Kulisse - nach seinem Wiederaufbau nach der Zerstörung von 1689 ist Speyer weitgehend von größeren Schädigungen verschont geblieben -, sondern auch zum Verweilen in den vielen Kaffees und Restaurants ein.
Weitere Vorschläge - insbesondere, aber keineswegs nur für Regentage - sind eine Besichtigung des Historischen Museums oder des Technik Museums.
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