Allgemeines über die drei Burgen
Die Wegelnburg ist mit 572 Höhenmetern die höchstgelegene Burganlage der Pfalz.
Sie wurde im 12. / 13. Jahrhundert erbaut. Der genaue Zeitpunkt ist unbekannt; jedenfalls soll sie erstmals 1246/1247 urkundlich Erwähnung finden.
1282 wurde die Burg von den Soldaten der Straßburger und des elsässischen Landvogts erobert und zerstört.
Nach ihrem Wiederaufbau gelangte sie im Wege der
Verpfändung zunächst in pfalzgräflichen Besitz (1330) und 1417 durch
Tausch in den Besitz des Herzogtums Zweibrücken. 1679 / 1680 ließ
der französische General Montclar die Burg nahezu vollständig
zerstören.
Dennoch sind noch sehenswerte Reste von Toren, Gebäuden und der Ringmauer sowie große Felskammern vorhanden.
Besonders hervorzuheben ist aber insbesondere der Panoramablick von der Burg.
Die Hohenburg (533 m) wurde ca. in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet - urkundlich erwähnt worden soll sie erstmals 1262 sein. Sie war Wohnsitz der wohlhabenden Puller (wahrscheinlich eine verkürzte Form von "von Apulien") von Hohenburg.
Der letzte dieses Geschlechts - Richard Puller - führte jedoch fortlaufende Streitigkeiten u.a. mit dem Bistum Straßburg und der Kurpfalz, die letztlich zu der Besetzung der Burg durch kurpfälzische Truppen führten. Richard selber soll sein Ende 1482 aufgrund der Beschuldigung der Sodomie in der Schweiz auf dem Scheiterhaufen gefunden haben.
Die Burg fiel als Nachlass an Schweig(h)ard von
Sickingen bzw. dessen Ehefrau, die Schwester Richards. Deren Sohn
Franz von Sickingen veranlasste eine weitgehende Befestigung der
Anlage. Im Verlauf der sog. sickingischen Fehde wurde die Burg
jedoch 1523 dennoch erheblich in Mitleidenschaft gezogen, aber
anschließend von Franz Conrad von Sickingen wieder instand gesetzt.
1680 wurde sie - wie die Wegelnburg - von den Truppen des französischen Generals Montclar schließlich fast vollständig zerstört.
Heute zeugen noch gut erhaltenes Portal, Ringmauer und Turm von der einstigen Macht.
Löwenstein hat nur eine kurze Geschichte aufzuweisen. Die Herrn von Löwenstein wurden erstmals im 12. Jahrhundert erwähnt. 1282 / 1283 wurde die Burg dem Kaiser Rudolf von Habsburg übergeben, der sie später dem elsässischen Landvogt Otto von Ochsenstein verlieh. Dieser unterhielt die Burg jedoch nicht, so dass sie zu einem Hort von Raubrittern wurde. Diese sollen u.a. ihre Pferde verkehrt herum beschlagen haben, um ihre Verfolger in die Irre zu führen. 1386 wurde Löwenstein dann von dem Grafen von Lichtenberg und dem Bischof von Straßburg zerstört und anschließend nicht mehr aufgebaut.
Im Wesentlichen sind heute nur noch Teile der Aufstiege zu den zwei Felsen, auf denen die Anlage errichtet worden war, und einige wenige Mauerreste und Steinplatten vorhanden.