Bei der Wanderung zur Wilgartaburg und zum Annweiler Forsthaus ist ein Bach fast ständiger Begleiter
Wegstrecke: 7 km (nur Wilgartaburg), 15 km ohne / 20 km
mit Annweiler Forsthaus
Wegzeit: 2, 4 1/2 oder 6 Stunden
In Wilgartswiesen (s. die Seite: "Wilgartswiesen:
Allgemeines") stellen Sie bei Anreise mit Auto dieses
am besten auf dem Parkplatz am Gemeindehaus ab (s. Bild auf o.a.
Seite).
Direkt hinter dem Parkplatz fließt die Queich, die sie über eine kleine Brücke überqueren können. Hinter der Brücke gehen Sie rechts, um dann an der ersten Möglichkeit - hier stehen zwei Bänke unter zwei Kastanienbäume - nach links wieder in den bebauten Ortsbereich zu gelangen.
Nach nur wenigen Metern stoßen Sie auf den quer verlaufenden
Talweg, den Sie nun nach rechts - also in Richtung
Rinnthal und damit von Wilgartswiesen weg - gehen. Das Wegzeichen "Schwarzes
W auf weißem Kreis" führt Sie nun immer geradeaus am Fuße
des Berghanges und der auf ihrer rechten Seite fließenden Queich
entlang über 2,3 km durch ein idyllisches Tal. Dieses hat durch den
Ausbau der B 10 leider nicht unerheblich gelitten. Früher war der
Weg durch das Tal einer unserer Lieblingswege am Neujahrsmorgen; nun
verträgt sich der von der Sylvesternacht ohnehin in Mitleidenschaft
gezogene Kopf mit dem Straßenlärm nicht mehr. Für den Normalzustand
ist der Weg aber weiterhin zu empfehlen.
Sie passieren zunächst eine Kläranlage und gelangen danach an zwei im Privatbesitz befindliche kleinere Teiche.
Ab hier ist etwas Obacht geboten; denn der Weg zum ersten Ziel,
der Wilgartaburg, könnte durchaus besser ausgeschildert sein:
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Die Geschichte der Burg ist schlichtweg unbekannt; es fehlen jegliche Aufzeichnungen. Es wird lediglich erzählt, dass hier die Gräfin Garta voller Reue Buße getan hat, um nach dem Tode ihres Mannes für dessen unvollkommenen Lebenswandel zu sühnen. Wer sich nun aber keiner gravierenden Schuld bewusst ist, kann die Besichtigung der Burg sicherlich auch mit einem kleinen Sonnenbad verbinden und dabei den schönen Ausblick genießen.
Danach müssen sie zu den o.a. zwei kleinen Teichen zurück - s. aber Anmerkung rechts - und biegen nun nach rechts in den schon unter 1. erwähnten Weg ab. Dieser zunächst rechte breite und gemächlich ansteigende Weg (Ausschilderung "Höhenweg" und "W") verjüngt sich alsbald zu einem kleinen und nun auch recht steil ansteigenden Pfad. Auf der Kammhöhe angelangt, stoßen Sie auf einen quer verlaufenden Waldweg und auf eine Weggabelung. Hier folgen Sie nicht mehr dem Wegzeichen "W", das spitz nach links weist, sondern gehen leicht links auf dem breiten Waldweg weiter (Wem allerdings eine Wegstrecke von insgesamt 7 km ausreicht, der folgt indes dem "W" und gelangt nach ca. 3 km zurück nach Wilgartswiesen).
Der hier beschriebene Weg - s.o. breiter Waldweg - führt fast eben
und immer gerade verlaufend zur Wolfsgrube - einem
runden, mäßig vertieften und ummauerten Loch, dessen Zweck sich nur
aus der nebenstehenden Beschreibung erschließt: Bei der Grube
handelt es sich um eine Falle für mittels Köder angelockte Wölfe,
die davon abgehalten werden sollten, die frei lebenden Haus- und
Nutztiere zu reißen. Genutzt wird die Grube indes nicht mehr; denn der
letzte Wolf der Pfalz wurde bereits 1908 erlegt.
Von der Grube müssen Sie wenige Schritte zur davor gelegenen
Weggabelung zurück und dann - in dieser Gehrichtung
- schräg links abwärts
(also in Wilgartswiesen entgegen gesetzter Richtung) laufen. Gehen
Sie (auch bei den nächsten kurz darauf folgenden spitzwinkligen
Abzweigungen - hier immer die erste Möglichkeit nehmen!) den
Wegzeichen "Gelb-roter Balken" und "Blau-gelber
Balken" nach leicht bergab.
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Im Talgrund angelangt teilt sich der Weg - links bergauf (hierher
kommen Sie später zurück - s.u.) weist die Ausschilderung zum
Annweiler Forsthaus. Sie gehen aber schräg rechts weiter in das
Freischbachtal (Ausschilderung "Gelb-roter
Balken" und "Wellbachtal"). Auf ebenem,
immer entlang des Freischbachs durch das romantische Tal führenden
Weg gelangen Sie nach ca. 2 1/2 km zum Wellbachtal, durch das auch
die zum Johanniskreuz (s. die Seite: "Johanniskreuz:
Allgemeines") führende B 48 verläuft.
Im Wellbachtal gehen Sie - entlang des Wellbachs
und der B 48 - links (Richtung Johanniskreuz - Wegzeichen "Blau-weißer
Balken"). Nach etwas mehr als 500m verlassen Sie das
Wellbachtal wieder und biegen im 90°-Winkel nach links in das
Kaltenbachtal (Wegzeichen nun "Blau-weißer
Balken" und wieder "Gelb-roter Balken".
Der Weg führt nun entlang des - wer hätte dies gedacht? -
Kaltenbaches und des Fahrweges zum Annweiler Forsthaus.
Nach ca. 1 km stellt sich dann die Gewissensfrage: Besuch des Annweiler Forsthauses - ja oder nein? Der Besuch lohnt sich zweifelsohne immer (s. dazu die Seite "Annweiler: Annweiler Forsthaus"), ein Problem kann jedoch der dorthin führende ca. 2,5 lange, ohne Unterbrechung steil bergauf führende Fußweg sein, den man dann ja auch wieder zurücklaufen muss. Wenn Sie zum Annweiler Forsthaus wollen, müssen Sie jedenfalls nun den Kaltenbach zum unübersehbaren Parkplatz am Aufstieg zum Forsthaus überqueren und dann der dort angebrachten Ausschilderung folgen. Zurück geht es dann, wie schon gesagt, auf dem gleichen Weg bis zu dem Parkplatz (s. dazu auch die Anmerkung rechts).
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Mit oder ohne Abstecher zum Annweiler Forsthaus
ist der weitere Weg
gleich: Aus ursprünglicher Gehrichtung gesehen führt der Weg nun
fast geradeaus bzw. leicht schräg links und eben ins
Modenbachtal (Wegzeichen "Blau-gelber Balken").
Nächster markanter Wegpunkt ist eine rechts gelegene
Triftanlage mit Bolzplatz und Woog, die wegen des guten
Erhaltungszustandes in näheren Augenschein genommen werden sollte
(s. dazu im Einzelnen die Seite "Trift").
Ca. 200 m hinter der Triftanlage müssen Sie den breiten Waldweg verlassen und dem Wegzeichen "Blau-gelber Balken" folgend auf kleinem Pfad links bergauf steigen. Fast immer gerade verlaufend gewinnen Sie nun ca. 120 Höhenmeter. Unterwegs stoßen Sie auf einen breiten Waldweg, auf dem Sie ca. 50 m nach rechts gehen. In der folgenden 180°-Kehre verlassen Sie den Weg wieder und laufen auf kleinem Pfad weiter (ausgeschildert). Endlich auf der Kammhöhe angelangt, werden Sie für Ihre Mühen dadurch entschädigt, dass Sie nun wieder ganz dem Aufstieg entsprechend und zwar auch wieder fast gradlinig unentwegt bergab laufen dürfen, bis hin zum o.a. Talgrund, an der sich Ihr Wanderweg zuvor geteilt hat.
Zurück geht es nun auf dem o.a. Hinweg, nur jetzt halt etwas
bergauf (Wegzeichen "Gelb-roter Balken" und "Blau-gelber
Balken" und Ausschilderung "Wilgartswiesen").
Laufen Sie jetzt allerdings nicht bis zur Wolfsgrube; sondern folgen
Sie der Ausschilderung "Wilgartswiesen", die Sie an
der letzten Wegkreuzung vor der Wolfsgrube schräg rechts bergab
sicher in den Ort führt.
Im Ort geht Ihr Weg nach ca. 150 m etwas versteckt zwischen zwei Häusern im 90°-Winkel nach links von der Fahrstraße ab (Ausschilderung "Talweg"). Gehen Sie den Weg die wenigen Meter geradeaus, bis Sie zu dem Punkt gelangen, an dem Sie auf dem Hinweg auf den Talweg gestoßen sind (also am Ende rechts ab zu den Kastanienbäumen mit den zwei Bänken).

HinweiseLagekarte anzeigen und Anfahrt berechnen
Interne Links
Anmerkung unseres Leser J.G.J.: Ich finde in Ihrer Version den Rückweg von der Wilgartaburg ins Tal nicht schön. Wenn ich schon mal auf Höhe bin,
dann sollte ich dort bleiben. - - - - - Bezüglich mit oder ohne Forsthaus Annweiler:
Ich denke am sollte das Forsthaus in die Tour einbeziehen, da es
sonst keine Einkehrmöglichkeit gibt. Und was ist eine Tour im
Pfälzerwald ohne ein schöne Einkehr!! Mein Freund und ich sind einfach geradeaus dem Wasserlauf folgend durch eine Klamm zum Schlesier-Brunnen hochgelaufen, naja, laufen ist der falsche Ausdruck! Wir haben uns durchgekämpft! Man sollte dem breiten Fahrweg folgen, das ist leichter und einfacher.
Jetzt sind wir am Brunnen; das Wasser schmeckt echt gut;
haben ein wenig gerastet und jetzt geht es, wie beschrieben,
aufwärts. Echt stark! Hoch, hoch, hoch! Für den weiteren Weg muss man aufpassen. Die Hütte liegt, wenn man ankommt, links. Nach der Hütte geht man gleich den linken Weg! Dann nicht die 2. Abzweigung verpassen und steiler nach links, und jetzt kommt´s: Nach wenigen Metern geht links ein Zick-Zack-Weg ab. dem sollte man folgen und ist in kurzer Zeit oben auf dem Kirschfels. Hier angekommen kann man ein wenig rasten. Eine Bank, eine Schutzhütte und ein Aussichtsturm; aber Achtung: Finger weg von der Turmbesteigung! Das ist riskant!
Von hier aus geht es weiter zum Forsthaus Annweiler, man folgt am besten der Markierung "1" auf weißer Scheibe und gelangt einfach und problemlos zum Forsthaus. Bei uns war es ein wenig problemreich, da wir nicht wussten, dass die "1" zu Forsthaus führt. Ohne Wanderkarte ... oh Gott ... NEIN! Dort angekommen haben wir uns mit einem guten Glas Bier, einem Elsässer Flammkuchen, und noch einem Glas Bier gestärkt auf den Rückweg nach Wilgartswiesen gemacht und sind jetzt immer der Markierung "Blau-Gelb" gefolgt. Zuerst teilweise recht steil abwärts, dann ab der Triftanlage auf, auf, auf und auf ... bis wir endlich den Pass erreichten; von nun an ab, ab und ab ... bis wir endlich wieder im Freischbachtal waren. Von hier zurück über den Sattel bei der Wolfsgrube nach Wilgartswiesen. Alles in Allem 22 Km reine Wanderstrecke, wir sind um 9:00 gestartet und waren so gegen 16:00 in Wilgartswiesen. |